1.1 Grundlagen und Organisation

1.1.1 Rechtsform und Zweck

Die Stiftung bezweckt die Durchführung der beruflichen Vorsorge im Rahmen des BVG und seiner Ausführungsbestimmungen für die Arbeitnehmer der der Stiftung angeschlossenen Arbeitgeber und für Angehörige und Hinterlassene, auf welche das BVG anwendbar ist. Sie kann über die gesetzlichen Mindestleistungen hinaus weitergehende Vorsorge betreiben und zudem Unterstützungen in Notlagen wie Krankheit, Unfall oder Arbeitslosigkeit leisten.

Im Hinblick auf die Umwandlung der Gemeinschaftsstiftung in eine Sammelstiftung wurde die Stiftungsurkunde durch Genehmigung der Bernischen BVG- und Stiftungsaufsicht vom 31. Oktober 2013 sowie dem Eintrag ins Handelsregister vom 18. Dezember 2013 geändert. Die Umsetzung der Zweckänderung erfolgte auf den 1. Januar 2015.

1.1.2 Registrierung BVG und Sicherheitsfonds

Die Stiftung ist im BVG-Register des Kantons Bern unter der Nummer 0692 eingetragen.

Alle dem Freizügigkeitsgesetz (FZG) unterstellten Pensionskassen müssen beim Sicherheitsfonds BVG angeschlossen sein. Sie liefern entsprechende Beiträge an den Fonds ab. Der Sicherheitsfonds garantiert den Versicherten ihre Leistungen bis zu einem versicherten Lohn von CHF 126’900, sofern die Vorsorgeeinrichtung zahlungsunfähig ist.

1.1.3 Urkunden und Reglemente

  • Stiftungsurkunde vom 31.10.2013, mit Wirkung ab 1.1.2015
  • Organisationsreglement vom 1.12.2015, gültig ab 1.1.2016
  • Vorsorgereglement vom 19.6.2014, gültig ab 1.1.2015
  • Anlagereglement vom 1.12.2014, gültig ab 1.1.2015
  • Reglement über die Weiterverrechnung von Verwaltungskosten vom 18.3.2014, gültig ab 1.1.2015
  • Rückstellungsreglement vom 19.6.2014, gültig ab 1.1.2015
  • Teilliquidationsreglement vom 21.10.2015, rückwirkend in Kraft per 1.1.2015

1.1.4 Führungsorgane der Previs und Zeichnungsberechtigung

Auf Ende 2015 trat Martin Horisberger infolge Austritts des Anschlusses innova Versicherungen aus der Previs aus dem Stiftungsrat aus. An der Delegiertenversammlung 2016 wurde Martin Gafner, Verwaltungsratspräsident des Anschlusses Siloah AG als Ersatz dieser Arbeitgebervertretung gewählt. Auf Grund einer neuen beruflichen Herausforderung hat auch Magdalena Meyer-Wiesmann auf die Delegiertenversammlung als Arbeitgebervertreterin demissioniert. Im Hinblick auf Veränderungen in der Zukunft wurde dieser Sitz bewusst vorderhand vakant belassen. Die mit der ungeraden Anzahl besetzter Sitze vorübergehend nicht mehr gegebene Parität zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretung wurde bewusst in Kauf genommen und mit entsprechenden Vorkehrungen bei Abstimmungen berücksichtigt.

Zusammensetzung und Funktionen des Stiftungsrates im Jahr 2016

Vorname/
Name
FunktionVertretung
Arbeitgeber/
Arbeitnehmer
AnschlussEintritt
Stiftungsrat/
Wiederwahl
Peter
Flück
Präsident
Vorsitz Complianceausschuss
ArbeitgeberBrienz Rothorn Bahn2004/2015
Stephan
Spycher
Vizepräsident
Mitglied Complianceausschuss
ArbeitnehmerGemeinde Vinelz2009/2013
Vizepräsidium ab 1.7.2016
Alfred
Amrein
Vorsitz AnlageausschussArbeitgeberAtupri Gesundheitsversicherung2012/2016
Martin
Gafner
Mitglied AnlageausschussArbeitgeberSiloah AG2016
Magdalena
Meyer
Vizepräsidentin
Mitglied Complianceausschuss
ArbeitgeberBildungszentrum Verwaltung
& Wirtschaft bwd
2008/2012
bis 30.6.2016
Urs
Obrecht
Mitglied ComplianceausschussArbeitnehmerHeime dahlia2013
Jürg
Thöni
Mitglied AnlageausschussArbeitnehmerSpital STS AG2012/2016
Kurt
Zaugg
Mitglied AnlageausschussArbeitnehmerEinwohnergemeinde Eggiwil2007/2015

Zusammensetzung der Geschäftsleitung im Jahr 2016

Vorname/NameFunktion
Stefan MuriGeschäftsführer
Stefan ErnstStv. Geschäftsführer / Leiter Kunden & Kommunikation
Marco FumasoliMitglied der Geschäftsleitung / Leiter Finanzanlagen (bis 31.7.2016)
Roger MüllerMitglied der Geschäftsleitung / Leiter Immobilienanlagen
Nathalie SesianiMitglied der Geschäftsleitung / Leiterin Vorsorge
Daniel ZwygartMitglied der Geschäftsleitung / Leiter Finanzanlagen (ab 1.8.2016)

Zeichnungsberechtigung

Der Präsident und die Vizepräsidentin sowie die Mitglieder der Geschäftsleitung sind je kollektiv zu zweien zeichnungsberechtigt.

Entschädigungen des Stiftungsrates

Gestützt auf Ziffer 2.5 des Organisationsreglements werden die Entschädigungen an den Stiftungsrat summarisch im Geschäftsbericht publiziert:
Der Stiftungsrat inkl. Ausschüsse bezog 2016 Fixhonorare im Gesamtbetrag von CHF 94‘900 (2015: CHF 102‘200) sowie Sitzungsgelder von CHF 19‘590 (2015: CHF 21‘850).

Entschädigungen der Geschäftsleitung

Im Sinne einer über die Vorschriften hinausgehenden Transparenzpolitik publiziert die Previs auch Zahlen zur Entschädigung der Geschäftsleitung. Die Previs kennt nebst den Jahreslöhnen ein Bonus-Malus-System, nach welchem alle Mitarbeitenden inkl. Geschäftsleitung nach einem vorgegebenen Verfahren eine leistungsabhängige zusätzliche Abgeltung erzielen können. Diese Abgeltung wird jeweils nach Ablauf des Kalenderjahres, gestützt auf die Leistungsbeurteilung in den Mitarbeiterförderungsgesprächen, ermittelt. Sie berücksichtigt neben der Zielerreichung auch die finanzielle Situation der Previs.

AnzahlJahreslohnsumme 2016 bruttoBoni 2015, ausbezahlt 2016Total Summe 2016
5 GL-MitgliederCHF 949’100CHF 25’500CHF 974’600

Das Verhältnis zwischen dem tiefsten (exkl. Lehrpersonal) und dem höchsten Lohn in der Previs beträgt: 1:4.3.

1.1.5 Experte, Revisionsstelle, Berater, Aufsichtsbehörde

Experte für die berufliche VorsorgeABCON AG, Bern, Martin Schnider
Externe RevisionsstelleT+R AG, Gümligen, Vincent Studer

Gemäss Ziffer 7.1 des Organisations- und Geschäftsreglements werden die externe und die interne Kontrollstelle für eine Amtsdauer von zwei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist höchstens viermal möglich.

Beratung Vermögensverwaltung

StrategischMartin Gafner, Ittigen
OperativINVESTAS Beratungs AG, Bern

Aufsichtsbehörde

Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA)
Belpstrasse 48, Postfach, 3000 Bern 14

1.1.6 Angeschlossene Arbeitgeber

Nachfolgend die Zu- und Abgänge der angeschlossenen Arbeitgeber sowie der Bestand per 31.12.2016.

Bei den nachfolgenden Angaben sind auch Kunden enthalten, die bereits bei der Previs versichert waren und infolge Fusion oder Reorganisation einen neuen Anschluss bildeten.

ZugängeAnschlüsse/Versicherte
Total21/2609
AbgängeAnschlüsse/Versicherte
Total15/2525

Anzahl Anschlüsse mit aktiven Versicherten per Stichtag.

31.12.201631.12.2016
Total Arbeitgeber667661

1.2 Aktive Versicherte und Rentner

1.2.1 Aktive Versicherte

31.12.201631.12.2015
Total aktive Versicherte17’44317’310
− Frauen13’22112’924
− Männer4’2224’386
Veränderungen20162015
Aktive Versicherte per 1.1.17’31016’230
Nachträgliche Mutationen Vorjahr–26510
Eintritte *4’4063’794
Austritte–3’580–2’459
Pensionierungen–400–260
Todesfälle–28–5
Aktive Versicherte per 31.12.17’44317’310

* Arbeitsunfähige in Wartefrist werden ab 2015 als aktive Versicherte geführt.

1.2.2 Rentnerinnen und Rentner

31.12.201631.12.2015
Rentenbezüger5’0774’942
Altersrenten3’9903’857
Invalidenrenten339347
Ehegattenrenten610601
Waisen-/Kinderrenten138137
Veränderungen20162015
Rentenbezüger 1.1.4’9425’176
Nachträgliche Mutationen Vorjahr *0–473
Neue Rentenbezüger 1308432
Wegfallende Rentenbezüger 2–173–193
Rentenbezüger 31.12.5’0774’942

* Arbeitsunfähige in Wartefrist werden ab 2015 als aktive Versicherte geführt.
1 Pensionierung, Invalidität
2 Effektiver Austritt Anschluss oder je nach Rentenart: Pensionierung, Invalidität, Tod, Erreichen Schlussalter

1.2.3 Altersstruktur der aktiven Versicherten

31.12.2016
Jahre
31.12.2015
Jahre
Aktive Versicherte45.3445.40
− Frauen44.7744.90
− Männer47.0246.87

1.3 Art der Umsetzung des Zwecks

1.3.1 Erläuterung der Vorsorgepläne und deren Finanzierung

Die Stiftung führte im Vorsorgewerk Service Public 7 Pläne mit über 35 Plankombinationen im Beitragsprimat. In den übrigen Vorsorgewerken gilt die freie Planwahl.

1.3.2 Weitere Informationen zu Vorsorgetätigkeit

Anpassung der Renten an die Preisentwicklung

Der Stiftungsrat hat an der Sitzung vom 1. Dezember 2015 beschlossen, auf eine Anpassung der Renten an die Teuerung per 1.1.2016 zu verzichten. Auch für das Jahr 2017 wird auf eine Anpassung der Renten an die Teuerung verzichtet.

1.4 Bewertungs- und Rechnungslegungsgrundsätze, Stetigkeit

1.4.1 Rechnungslegung nach Swiss GAAP FER 26

Der vorliegende Abschluss entspricht der Rechnungslegung nach Swiss GAAP FER 26.

1.4.2 Buchführungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Buchführungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den Vorschriften von Art. 47, 48 und 48a BVV2.

Flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten werden zum Nominalwert bewertet.

Währungen werden zum Kurswert per Stichtag bewertet. Massgebend sind die Kurse, wie sie von der Depotstelle ermittelt werden.

Aktien, Obligationen und Anteile von Kollektivanlagen werden zum Kurswert per Stichtag bewertet. Massgebend sind die Kurse, wie sie von der Depotstelle ermittelt werden.

Direkte Immobilienanlagen werden per 31.12.2016 durch Wüest & Partner AG und Privera AG (für die Miteigentumsanteile) mittels der DCF-Methode bewertet.

  • Der aktuelle Marktwert einer Immobilie wird bei der DCF-Methode durch die Summe aller in Zukunft zu erwartenden, auf den Stichtag der Bewertung abdiskontierten Nettoerträge (vor Steuern, Zinszahlungen, Abschreibungen und Amortisationen = EBITDA) bestimmt. Die Nettoerträge (= EBITDA) werden pro Liegenschaft individuell, in Abhängigkeit der jeweiligen Chancen und Risiken, marktgerecht und risikoadjustiert diskontiert.
  • Die Bewertungen erfolgen nach den tatsächlichen Werten gemäss Swiss GAAP FER 26, wobei die Marktwertdefinition gemäss IVSC/TEGoVA/RICS zu Grunde gelegt wird: «Der Marktwert ist der geschätzte Betrag, für welchen ein Immobilienvermögen am Tag der Bewertung zwischen einem verkaufsbereiten Veräusserer und einem kaufbereiten Erwerber, nach angemessenen Vermarktungszeitraum, in einer Transaktion im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ausgetauscht werden sollte, wobei jede Partei mit Sachkenntnis, Umsicht und ohne Zwang handelt.»
  • Bauten in Ausführung (laufenden Neubauprojekte, Sanierungen und Bauland) werden zu Herstellkosten aktiviert. Eine Bewertung erfolgt im Jahr der Fertigstellung. Als nicht-werthaltig qualifizierte Planungskosten werden ausgebucht.
  • Bei Bestandesliegenschaften, die in naher Zukunft verkauft werden sollen, wurden die latenten Steuern per 31.12.2016 abgegrenzt.
  • Die Diskontsätze liegen in einer Bandbreite zwischen 3.8% und 5.58%.

Abgrenzungen und nichttechnische Rückstellungen werden gemäss kaufmännischen Buchhaltungsregeln sowie den Vorschriften von Swiss GAAP FER 26 vorgenommen.

Zum Ausgleich von Wertschwankungen werden auf der Passivseite pro Vorsorgewerk auf die jeweils zur Anwendung kommende Anlagestrategie angemessene Wertschwankungsreserven gebildet.

Die minimal notwendige Zielgrösse der Wertschwankungsreserven pro Anlagekategorie wird nach der sogenannten finanzökonomischen Methode ermittelt (Value at Risk-Methode). Bei diesem Verfahren werden aufgrund der Rendite- und Risikoeigenschaften der Anlagekategorien die Wertschwankungsreserven der unterschiedlichen Anlagestrategien kalkuliert. Die Zielgrösse der Wertschwankungsreserven wird in Prozenten der Vorsorgekapitalien und technischen Rückstellungen angegeben, unter Berücksichtigung eines Sicherheitsniveaus von 97.5% über ein Jahr.

1.4.3 Änderungen von Grundsätzen bei Bewertung, Buchführung und Rechnungslegung

Die direkten Immobilien wurden bisher über die Ertragswertmethode bewertet. Neu wird diese Anlagekategorie nach der DCF-Methode bewertet.

1.5 Versicherungstechnische Risiken / Risikodeckung / Deckungsgrad

1.5.1 Art der Risikodeckung, Rückversicherungen

Die Previs ist eine teilautonome Vorsorgeeinrichtung und deckt ihre Risiken teilweise selber. Die Previs hat eine kongruente Rückversicherung bei der Lebensversicherungsgesellschaft PKRück für die betriebliche Vorsorge AG für die Risiken Tod und Invalidität abgeschlossen.

Die vertragliche Vereinbarung mit der PKRück AG sieht vor, dass ein allfälliger Überschuss, resultierend aus einer besseren Entwicklung des Schadenverlaufs als für die Prämienberechnung angenommen, in die entsprechende Kundenreserve eingebucht wird. Diese wird nach Ablauf des Vertrags der Previs gutgeschrieben und kommt somit vollumfänglich der Gesamtheit der Versicherten zu gut.

1.5.2 Entwicklung und Verzinsung der Sparguthaben

2016
CHF
2015
CHF
Stand Sparguthaben per 1.1.1’310’473’2471’390’238’254
Sparbeiträge Arbeitnehmer und Arbeitgeber112’936’534108’202’642
Freizügigkeitsleistungen338’485’459140’193’374
Einzahlungen WEF / Scheidung1’560’8042’261’782
Freizügigkeitsleistungen bei Austritt–200’828’229–318’539’299
Vorbezüge WEF / Scheidung–5’359’416–5’941’526
Auflösung infolge Pensionierung, Tod–63’306’750–42’752’193
Veränderung Sparguthaben EUF (erwerbsunfähige Versicherte) 14’421’26112’525’287
Verzinsung des Sparkapitals18’576’47124’284’926
Anpassungen Vorjahre / Erwerbsunfähigkeit / IV–2’677’0620
Stand Sparguthaben per 31.12.1’514’282’3191’310’473’247

1 Arbeitsunfähige in Wartefrist werden ab 2015 als aktive Versicherte geführt.

Die Sparguthaben wurden umhüllend mit einem Zinssatz von 1.25% (2015: 1.75%) verzinst.

1.5.3 Summe der Altersguthaben nach BVG

31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Altersguthaben nach BVG (Schattenrechnung)865’677’992821’838’031

1.5.4 Entwicklung des Deckungskapitals für Rentner

31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Stand Deckungskapital per 1.1.1’148’679’1461’150’350’360
Anpassung Übertritte aus Vorjahren–17’391’2910
Veränderung aufgrund Teilliquidationen–20’598’618–80’099’252
Anpassung an Neuberechnung per 31.12.115’569’67978’428’038
Stand Deckungskapital per 31.12.1’226’258’9161’148’679’146
Technischer Zins Stiftung2.75%2.75%

1.5.5 Entwicklung der technischen Rückstellungen

31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Rückstellung für Grundlagenwechsel6’131’29528’716’979
Rückstellung Umwandlungssatz26’269’0007’282’000
Rückstellung Senkung technischer Zinssatz58’621’5050
Total technische Rückstellungen91’021’80035’998’979

1.5.6 Ergebnis des versicherungstechnischen Gutachtens per 31.12.2016

Als Sammeleinrichtung führt die Previs pro Vorsorgewerk eine in sich geschlossene Rechnung nach den Vorschriften von Swiss GAAP FER 26. Dementsprechend weist jedes Vorsorgewerk einen individuellen Deckungsgrad aus, der den jeweils zuständigen Gremien des Vorsorgewerks kommuniziert wird. Auf der Ebene der Stiftung macht der Ausweis eines konsolidierten Deckungsgrads keinen Sinn, es wird daher auf einen solchen Ausweis verzichtet.

Die Deckungsgrade aller in der Previs vorhandenen Vorsorgewerke stehen per 31.12.2016 in einer Bandbreite von 97.1% bis 105.5%, unter Anwendung eines technischen Zinssatzes von 2.75%. Durch die gebildete Rückstellung technischer Zinssatz liegt der technische Zinssatz de facto bei 2.25%.

Der Pensionskassenexperte bestätigt, dass die reglementarischen versicherungstechnischen Bestimmungen über die Leistungen und die Finanzierung am 31.12.2016 den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

1.5.7 Technische Grundlagen und andere versicherungstechnisch relevante Annahmen

Die reglementarischen Grundlagen wie auch die Berechnungen zur versicherungstechnischen Bilanz basieren auf den technischen Grundlagen gemäss BVG 2015. Es handelt sich dabei um Grundlagen, die als gut geeignete Basis für versicherungstechnische Berechnungen in autonomen Vorsorgeeinrichtungen gelten und daher dort auch häufig zur Anwendung gelangen. Verheiratungswahrscheinlichkeiten, Alter des Ehegatten, Anzahl Kinder, Alter der Kinder werden nach der kollektiven Methode berücksichtigt. Anstatt die individuelle Familiensituation im Detail zu erfassen, wird für jeden Versicherten mit den Erfahrungszahlen der technischen Grundlagen BVG 2015 gerechnet.

Der technische Zinssatz ist ein zentraler Parameter für die Feststellung der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der im Zusammenhang mit den Annahmen über die langfristigen Kapitalerträge zu wählen ist. Der technische Zinssatz wurde per 31.12.2015 auf 2.75% gesenkt. Aufgrund der weiter anhaltenden Tiefzinssituation beschloss der Stiftungsrat, den technischen Zins bis ins Jahr 2020 auf 2.25% zu senken. Diese Senkung wurde mit einer entsprechenden technischen Rückstellung mit dem Abschluss 2016 für die betroffenen Vorsorgewerke bereits sichergestellt.

1.5.7.1 Versicherungstechnische Rückstellungen

Grundsätze

Die Previs bildet für versicherungstechnische Risiken, die Schwankungen unterliegen, sowie für Leistungsversprechen, die nicht oder nicht ausreichend durch reglementarische Beiträge finanziert sind, versicherungstechnische Rückstellungen.

Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen handelt es sich um Verstärkungen, die bei der Berechnung des Deckungsgrades nach Art. 44 BVV2 in gleicher Weise zu berücksichtigen sind wie die Vorsorgekapitalien der aktiven Versicherten und der Rentenbezüger.

Rückstellung für Grundlagenwechsel

Diese Rückstellung wird gebildet, um den finanziellen Auswirkungen der seit der Veröffentlichung der technischen Grundlagen angenommenen Zunahme der Lebenserwartung Rechnung zu tragen.

Der Sollbetrag der Rückstellung entspricht 0.5% des Rentendeckungskapitals, multipliziert mit der Differenz zwischen dem Berechnungsjahr und dem Jahr, in dem die von der Vorsorgeeinrichtung verwendeten Rechnungsgrundlagen veröffentlicht wurden.

Rückstellung für Schwankungen im Risikoverlauf bei den aktiven Versicherten

Die Todesfall- und Invaliditätsrisiken unterliegen in der Regel kurzfristigen Schwankungen. Eine unvorhergesehene Häufung von Schadenfällen kann die Vorsorgeeinrichtung finanziell erheblich belasten. Zur Absicherung solcher Schwankungen der aktiven Versicherten wird eine entsprechende Rückstellung in Form eines Risikoschwankungsfonds gebildet, welcher nach der kollektiven Methode von Panjer jährlich durch den Experten für berufliche Vorsorge berechnet wird. Der Risikoschwankungsfonds wird für einen Sicherheitsgrad von 99.9% festgesetzt.

Die Previs ist für diese Risiken rückversichert. Aus diesem Grund werden derzeit keine Rückstellungen für dieses Risiko mehr gebildet.

Rückstellung Umwandlungssatz

Eine Rückstellung Umwandlungssatz wird gebildet, wenn aufgrund der angewendeten Umwandlungssätze im Beitragsprimat Pensionierungsverluste entstehen.

Die Rückstellung wird für alle aktiven Versicherten im Beitragsprimat ab Alter 55 berechnet. Sie entspricht der mit dem technischen Zinssatz diskontierten Differenz zwischen dem voraussichtlichen Altersguthaben im Rücktrittsalter und dem für die umgewandelte Rente berechneten versicherungstechnisch notwendigen Deckungskapital im selben Zeitpunkt. Sie wird jährlich erfolgswirksam auf diesen Stand angepasst. Die Rückstellung Umwandlungssatz wird jährlich durch den Experten berechnet. Sie entfällt, sobald eine Senkung des Umwandlungssatzes auf den technisch korrekten Wert abgeschlossen ist bzw. sofern der angewendete Umwandlungssatz versicherungstechnisch korrekt ist.

Der Umwandlungssatz der Previs wurde per 1.1.2013 bis auf weiteres auf 6.0% festgesetzt. Mit der Senkung des technischen Zinssatzes per 31.12.2015 auf 2.75% entstehen Pensionierungsverluste, die mittels Rückstellungen in den Verpflichtungen berücksichtigt werden müssen.

Rückstellung für Senkung des technischen Zinssatzes

Gemäss Strategie 2017-2021 des Stiftungsrates soll der technische Zinssatz per 2020 auf 2.25% gesenkt werden. Dazu wurde im Abschluss 2016 eine entsprechende Rückstellung in vollem Umfang gebildet.

1.5.8 Änderung von technischen Grundlagen und Annahmen

Es erfolgten keine Änderungen.

Die neuen technischen Grundlagen BVG 2015 wurden im Dezember 2015 veröffentlicht und kommen bei der Previs voraussichtlich mit dem Geschäftsabschluss 2016 erstmals zur Anwendung.

1.5.9 Deckungsgrad nach Art. 44 BVV2

Aufgrund ihrer ab 1.1.2015 gültigen Struktur als Sammeleinrichtung weist die Previs keinen Deckungsgrad für die Stiftung aus. Die Spannweite der Deckungsgrade der einzelnen Vorsorgewerke wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Deckungsgrad Vorsorgewerke31.12.201631.12.2015
< 90.0%00
90.0% – 94.9%00
95.0% – 100.0%22
> 100.0%51

1.6 Erläuterung der Vermögensanlage und des Nettoergebnisses aus Vermögensanlage

1.6.1 Organisation der Anlagetätigkeit, Anlagereglement

1.6.1.1 Anlagereglement

Das Anlagereglement der Previs regelt die Aufteilung von Verantwortung, Kompetenzen und Controllingaufgaben auf den Stiftungsrat, den Anlageausschuss und die Geschäftsleitung.

Die Vermögensanlage ist in verschiedene Phasen mit unterschiedlichen Kompetenzzuweisungen aufgeteilt. Grob dargestellt ergibt sich folgendes Bild:

BereichStiftungsratAnlageausschussPortfoliomanagement
Strategische AllokationEntscheidBeratung
Taktische AllokationInformationEntscheidUmsetzung
TitelauswahlInformationEntscheid
TagesgeschäftInformationEntscheid
ReportingInformationInformationKonsolidierung

In den externen Mandaten ist unter Portfoliomanagement der zuständige Portfoliomanager der jeweiligen Bank zu verstehen; bei den internen Mandaten sind damit der Leiter Finanzanlagen für die Wertschriften und der Leiter Immobilien für die direkten Immobilien gemeint.

Die weiteren beteiligten Stellen
AufgabeVerantwortung
Strategische BeratungMartin Gafner, Ittigen
Operative BeratungINVESTAS Beratungs AG, Bern
Global CustodianUBS AG, Zürich
FondsmanagementUBS Fund Management, Basel
Risk ControllerPPCmetrics AG, Zürich (seit dem 3. Quartal 2016)

1.6.1.2 Vermögensverwaltungsmandate

Die Obligationen Inland, Obligationen Ausland, Aktien Schweiz und Aktien Ausland werden mit Bewilligung der Finanzmarktaufsicht in Einanlegerfonds mit Rückdelegation der Vermögensverwaltung an das Portfoliomanagement der Previs geführt. Alle weiteren Anlagekategorien werden nach dem gleichen Prinzip in sogenannten Managed Accounts durch das Portfoliomanagement der Previs verwaltet.

Der Previs verwaltet somit das gesamte Anlagevermögen mit Unterstützung externer Spezialisten selber.

1.6.2 Zielgrösse und Berechnung der Wertschwankungsreserven

Die Wertschwankungsreserven werden pro Vorsorgewerk gebildet. Die Zielgrössen der Wertschwankungsreserven für die einzelnen Anlagestrategien1 wurden wie folgt festgelegt:

20162015
Anlagestrategie 1511.17%n. v.
Anlagestrategie 3013.89%13.0%
Anlagestrategie 4015.94%n. v.
Anlagestrategie Rentner9.78%n. v.

Das dabei angewendete Verfahren entspricht den unter Ziffer 1.4.2 dargestellten Bewertungsgrundsätzen.

1 Die im Namen der Strategie verwendete Zahl entspricht dem jeweiligen Aktienanteil.

1.6.3 Darstellung der Vermögensanlagen nach Anlagekategorien

1.6.3.1 Darstellung nach Gliederung der Buchhaltung

Vermögensanlagen31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Strategie 1500
Strategie 30 2’748’592’1602’620’176’567
Strategie 4000
Strategie Rentner81’299’0090
Total Vermögensanlagen2’829’891’1692’620’176’567
Betriebskapital und Übriges31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Liquidität Betrieb47’983’95635’887’042
Forderungen gegenüber Arbeitgebern8’108’3716’883’846
Verschiedene Forderungen1’143’965894’102
Aktiven aus Versicherungsverträgen1’200’0001’200’000
Immaterielle Anlagen967’000966’614
Sachanlagen41’200100’800
Aktive Rechnungsabgrenzung258’053217’643
Total Betriebskapital und Übriges59’702’54546’150’047
Zusammenfassung Gesamtvermögen31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Total Investitionen2’829’891’1692’620’176’567
Total Betriebskapital und Übriges59’702’54546’150’047
Total Gesamtvermögen (Bilanzsumme)2’889’593’7132’666’326’615

Die Position Forderungen gegenüber Arbeitgebern enthält die per 31.12.2016 noch ausstehenden Beiträge sowie Nachfinanzierungen des Rentnervorsorgewerks aus dem Jahr 2016.

1.6.3.2 Darstellung gemäss Anlagestrategie 30

Die Allokation per 31. Dezember 2016 wurde basierend auf den in der Wertschriftenbuchhaltung der UBS ausgewiesenen Kurswerten ermittelt. Diese Werte weichen in Folge zeitlicher Verschiebungen geringfügig von den im Jahresendreporting der UBS und in der Bilanz verwendeten Kurswerten ab 1.6

Dem Wert per Ende 2016 steht die vom Stiftungsrat beschlossene Anlagestrategie (Normquote) gegenüber:

AnlagekategorieNormquoteAllokation
31.12.2016
Bandbreiten
Liquidität1.00%1.91%0−15%
Obligationen Inland8.00%7.84%5−15%
Obligationen Ausland20.00%12.90%10−25%
Wandelobligationen global4.00%3.86%0−6%
Aktien Schweiz7.00%6.95%4−11%
Aktien Ausland entwickelt
Aktien Emerging Markets
18.00%
5.00%
18.30%
5.26%
15−29%
Alternative Anlagen7.00%8.06%0−9%
Immobilien Schweiz26.00%30.89%22−40%
Immobilien Ausland4.00%4.44%0−6%

Die Liquiditätsquote war im Berichtsjahr deutlich über der strategischen Normquote, was einerseits mit dem schwierigen Zinsumfeld und andererseits mit den Neubauprojekten zu tun hatte. Angesichts des teilweisen Negativzinsumfeldes waren die Obligationenquoten untergewichtet. Es lohnte sich nicht, Fremdkapital zur Verfügung zu stellen, das nicht risikogerecht entschädigt wurde. Die Aktienquoten waren mehrheitlich übergewichtet. Zudem waren die Aktienmärkte Schweiz, Europa und USA das ganze Jahr hindurch gegen grosse Verluste teilabgesichert, was zu einer deutlichen Reduktion des eingegangenen Risikos führte. Während dem Jahr stieg die Quote der Alternativen Anlagen. Dabei war der Schwerpunkt auf Infrastrukturanlagen und Anlagen in Private Equity. Ebenfalls erhöht wurde die Quote der eigenen Immobilien. Aufgrund diverser Neubauprojekte und der Aufwertung entwickelte sich der Bestand deutlich nach oben. Dadurch konnten die Risiken auf Ebene Gesamtvermögen nochmals deutlich gesenkt werden.

Die Previs hält per 31.12.2016 eine Beteiligung als Aktionärin bei der PKRück im Gegenwert von rund 22.2 Mio. CHF. Die Previs ist mit dem Geschäftsführer im Verwaltungsrat vertreten.

1.6.3.3 Darstellung gemäss Anlagestrategie Previs Rentner

Die Allokation per 31. Dezember 2016 wurde basierend auf den in der Wertschriftenbuchhaltung der UBS ausgewiesenen Kurswerten ermittelt. Diese Werte weichen in Folge zeitlicher Verschiebungen geringfügig von den im Jahresendreporting der UBS und in der Bilanz verwendeten Kurswerten ab.

Dem Wert per Ende 2016 steht die vom Stiftungsrat beschlossene Anlagestrategie (Normquote) gegenüber:

AnlagekategorieNormquoteAllokation
31.12.2016
Bandbreiten
Liquidität1.00%3.76%0−18%
Obligationen Inland23.00%17.59%15−30%
Obligationen Ausland31.00%23.50%20−35%
Wandelobligationen global0.00%1.20%0−2%
Aktien Schweiz2.00%3.27%0−5%
Aktien Ausland entwickelt
Aktien Emerging Markets
5.00%
0.00%
6.39%
1.36%
0−10%
Alternative Anlagen4.00%3.99%0−5%
Immobilien Schweiz32.00%36.13%25−45%
Immobilien Ausland2.00%2.80%0−4%

Die Liquiditätsquote war im Berichtsjahr deutlich über der strategischen Normquote, was einerseits mit dem schwierigen Zinsumfeld und andererseits mit den Neubauprojekten zu tun hatte. Angesichts des teilweisen Negativzinsumfeldes waren die Obligationenquoten untergewichtet. Es lohnte sich nicht, Fremdkapital zur Verfügung zu stellen, das nicht risikogerecht entschädigt wurde. Die Aktienquoten waren mehrheitlich übergewichtet. Zudem waren die Aktienmärkte Schweiz, Europa und USA das ganze Jahr hindurch gegen grosse Verluste teilabgesichert, was zu einer deutlichen Reduktion des eingegangenen Risikos führte. Während dem Jahr stieg die Quote der Alternativen Anlagen. Dabei war der Schwerpunkt auf Infrastrukturanlagen und Anlagen in Private Equity. Ebenfalls erhöht wurde die Quote der eigenen Immobilien. Aufgrund diverser Neubauprojekte und der Aufwertung entwickelte sich der Bestand deutlich nach oben. Dadurch konnten die Risiken auf Ebene Gesamtvermögen nochmals deutlich gesenkt werden.

1.6.4 Gesetzliche Begrenzungen nach BVV2

1.6.4.1 Art. 55 BVV2 bezogen auf das Gesamtvermögen

Gemäss Artikel 55 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV2) gelten für die einzelnen Anlagen Begrenzungen.

Die gemäss BVV2 als Immobilien deklarierten Vermögenswerte betragen per 31. Dezember 2016 34.10%. Die BVV2 Limite wird somit um 4.10% überschritten. Die Überschreitung der Begrenzung von 30% bei den Immobilien ist mit folgender Anmerkungen im Anlagereglement begründet und legitimiert:

Die Anlagerichtlinien führen dazu, dass die folgenden Anlagebegrenzungen gemäss BVV2 erweitert werden müssen:

  • Total Immobilien gemäss Normquoten Previs: 35%
  • Total Immobilien gemäss Maximalquoten Previs: 49%
  • Total Immobilien gemäss Maximalquoten BVV2: 30%, davon max. 10% Immobilien Ausland

Die Previs verfolgt eine Anlagestrategie, die im Rahmen der Risikofähigkeit (insbesondere unter Berücksichtigung der Struktur der Verpflichtungen das Ertragspotenzial der verschiedenen Anlagemärkte optimal nutzen will. Zur Reduktion der Volatilität des Gesamtvermögens hält die Previs einen grossen Anteil direkter Immobilien im Eigentum und eigener Verwaltung mit hauptsächlicher Ausrichtung auf Mietwohnungen. Die strategische Normquote dieser Anlagekategorie liegt bei 28%. Als Ergänzung und Diversifikation der auf Wohnungen ausgerichteten direkten Immobilien werden auch indirekte Immobilien im In- und Ausland, mit strategischen Normquoten von 4% resp. 3% gehalten. Bei Ausschöpfung der Normquoten, kann sich daher eine Immobilienquote von 35%, und bei Ausschöpfung aller Maximallimiten eine solche von 49% ergeben, was 5 Prozentpunkte resp. 19 Prozentpunkte über den Limiten gemäss BVV2 liegt. Mit dieser erhöhten Immobilienquote, namentlich den direkten Immobilien wird eine zusätzliche Verbesserung der Gesamtrisikosituation erreicht.

Die Quote Alternative Anlage nach BVV2 weicht von der effektiven Klassifizierung gemäss Anlagereglement ab, da für die Überwachung der Risiken eine ökonomische Betrachtungsweise im Vordergrund stehen soll. Die Einhaltung der Quote Alternative Anlagen nach BVV2 wird sichergestellt durch ein separates BVV2-Reporting unseres Global Custodian.

1.6.5 Laufende (offene) derivative Finanzinstrumente und Kapitalzusagen

1.6.5.1 Laufende (offene) derivative Finanzinstrumente

Exposure +
31.12.2016
CHF
Exposure −
31.12.2016
CHF
Marktwert
31.12.2016
CHF
Kontraktvolumen
31.12.2016
CHF
Optionen976’7380976’738424’875’600
Futures0000
Währungsinstrumente−3’823’604−3’823’604311’004’800
Strukturierte Produkte63’182’043063’182’04363’182’043
Gesamttotal64’158’781−3’823’60460’355’177799’062’443

Bei den dargestellten Optionen handelt es sich ausschliesslich um Absicherungsgeschäfte (Long Put Optionen). Bei den Währungsinstrumenten handelt es sich ebenfalls ausschliesslich um Absicherungsgeschäfte, wobei die eventuell zur Lieferung gelangenden Währungsbeträge in vollem Umfang vorhanden waren (keine Leerverkäufe). Die per 31. Dezember 2016 bestehenden Margenanforderungen sind bei unserem Global Custodian durch vorhandene interne Limiten gedeckt.

Unter den strukturierten Produkten befinden sich Barrier Reverse Convertibles, Trackerzertifikate, (teil)kapitalgeschützte Zertifikate sowie Zinsprodukte mit variablem Coupons.

1.6.5.2 Laufende (offene) Kapitalzusagen

Per Stichtag 31. Dezember 2016 sind folgende Kapitalzusagen offen:

EmittentKapitalzusage TotalKapitalzusage abgerufenKapitalzusage offenKapitalzusage offen in CHF
D&S Asia Green Property Fund IIHKD 130’000’000HKD 110’800’640HKD 19’199’3602’516’844
AFIAA Anlagestiftung Immobilien AuslandCHF 25’000’000CHF 22’300’000CHF 2’700’0002’700’000
BlackRock PE Programm VII$ 14’000’000$ 854’000$ 13’146’00013’360’937
SCM Infrastructure Select – Inst. 1€ 19’000’000€ 6’222’500€ 12’777’50013’697’480
Archmore (UBS) Infrastr. Debt, SICAV€ 13’000’000€ 5’817’977€ 7’182’0237’699’128
Swiss Capital Pro Disintermediation Fund $ 5’000’000$ 2’250’000$ 2’750’0002’794’963
Responsability Participations AGCHF 10’000’000CHF 2’000’000CHF 8’000’0008’000’000
Total50’769’352

1.6.6 Marktwert und Vertragspartner der Wertpapiere unter Securities Lending

Das Anlagereglement der Previs lässt grundsätzlich keine Ausleihe von Wertschriften zu. Es ist allerdings möglich, dass innerhalb von gezeichneten Anteilen an Fonds und Anlagestiftungen Securities Lending durch das Portfoliomanagement des Anbieters erfolgen kann.

1.6.7 Erläuterung des Nettoergebnisses aus der Vermögensanlage

1.6.7.1 Rendite

GesamtvermögenFinanzanlagenDirekte Immobilienanlagen
⌀ 10 Jahre2.89%2.02%5.11%
20167.45%4.64%14.96%
20150.79%–0.05%3.59%
20146.61%7.23%4.34%
20136.56%6.82%5.62%
20126.58%7.58%3.85%
2011−1.62%−3.29%3.19%
20102.56%2.09%3.82%
20098.36%10.26%3.77%
2008−9.32%−14.44%4.67%
20072.27%1.72%3.83%

Bis 2014 entspricht die Gesamtrendite der Gemeinschaftseinrichtung Previs Service Public. Ab 2015 entspricht sie dem konsolidierten Ergebnis aller Anlagestrategien (Gesamtvermögen). Aus dieser Zahl lässt sich die Rendite für die einzelnen Vorsorgewerke nicht ableiten. Für die Vorsorgewerke ist die Rendite der gewählten Anlagestrategie massgebend, sofern das Werk ganzjährig bei der Previs angeschlossen war.

1.6.7.2 Vermögensverwaltungskosten

Die nachfolgend aufgeführten Vermögensverwaltungskosten wurden wie in den Jahren zuvor intensiv bewirtschaftet. Dabei liegt der Fokus bei den Finanzanlagen und bei den Immobilienanlagen vor allem auf der Kostenoptimierung. Dies gelang vor allem durch den Abbau von Anlagefonds, durch die Reduktion von Handelscourtagen.

2016
CHF
2015
CHF
Total Expense Ratio Finanzanlagen−7’284’916−8’266’129
Explizite Kosten Finanzanlagen−575’481−653’724
Implizite Kosten Finanzanlagen−6’709’435−7’612’405
Transaktions- und Steuerkosten Finanzanlagen00
Handelskommissionen00
Steuern00
Zusatzkosten Finanzanlagen00
Total Kosten Vermögensverwaltung Finanzanlagen brutto−7’284’916−8’266’129
in % des Marktwerts der Finanzanlagen0.36%0.42%
abzüglich Rabattierungen525’398593’616
Total Kosten Vermögensverwaltung Finanzanlagen netto−6’579’518−7’672’513
in % des Marktwerts der Finanzanlagen0.34%0.39%
Total Expense Ratio direkte Immobilienanlagen−3’718’023−2’883’732
Interne Verwaltungskosten−3’683’925−2’972’465
Verwaltungskostenhonorare an Dritte−27’937−26’824
Einnahmen Verwaltungskostenhonorare HNK175’198177’817
Internes Portfoliomanagement−34’457−18’073
Schätzungen−146’902−44’187
Transaktionskosten Immobilienanlagen0−11
Nicht aktivierbare Transaktionskosten00
Spesen0−11
Total Kosten Vermögensverwaltung Immobilien−3’718’023−2’883’743
in % des Marktwerts der direkten Immobilienanlagen0.45%0.44%
Total Vermögensverwaltungskosten netto−10’477’541−10’556’257
Vermögensverwaltungskosten brutto in % des Gesamtanlagevermögens0.39%0.40%
Vermögensverwaltungskosten netto in % des Gesamtanlagevermögens0.37%0.38%

Die Previs hat mit verschiedenen Anlagestiftungen und Anbietern von Fonds Vereinbarungen über Rabattierungen abgeschlossen. Für das Jahr 2016 hat die Previs CHF 525‘398 (2015: CHF 593‘616) an Rabattierungen gutgeschrieben erhalten. Im Weiteren haben wir mit unserem Global Custodian ein sogenanntes Fund Master Agreement abgeschlossen. Dieses beinhaltet unter anderem die Segregierung sämtlicher von uns gehaltenen Anlagefonds. Mit dieser Vereinbarung kann ausgeschlossen werden, dass unser Global Custodian im Rahmen der Geschäftsbeziehung mit der Previs Zuwendungen in Form von Rabattierungen im Sinne des BGE 132 III 460 erhalten hat.

Die Previs hielt per 31. Dezember 2016 gemäss Ausweis der Vermögensverwaltungskosten der UBS keine intransparenten Kollektivanlagen. Entsprechend beträgt die Kostentransparenzquote 100%.

2016
CHF
2015
CHF
Total kostentransparente Anlagen2’829’891’1672’620’176’566
Total intransparente Kollektivanlagen
Gesamtanlagevermögen2’829’891’1672’620’176’566
Kostentransparenzquote100.00%100.00%

1.6.7.3 Ausübung Stimmrechte

Die Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV), besser bekannt als «Minder-Initiative», verpflichtet die Pensionskassen, ihre Stimmrechte als Aktionärin von Schweizer Unternehmen aktiv und im Sinne der Destinatäre wahrzunehmen. Das Stimmrechtsverhalten kann auf www.previs.ch/vermoegensanlagen eingesehen werden.

1.6.8 Erläuterungen der Anlagen beim Arbeitgeber und der Arbeitgeber-Beitragsreserve

1.6.8.1 Erläuterungen zu den Anlagen bei Arbeitgebern

Die Anlagen beim Arbeitgeber bestanden per 31. Dezember 2016 aus einem Darlehen über 6 Mio. CHF an die Stiftung Siloah (Verzinsung 2016: 1.75-2.20%) sowie aus einem Darlehen an die Burgergemeinde Wiedlisbach (Verzinsung 2016: 0.50-1.50%) über 2.5 Mio. CHF.

1.6.8.2 Erläuterungen zu den Arbeitgeber-Beitragsreserven

2016
CHF
2015
CHF
Stand Arbeitgeber-Beitragsreserven per 1.1.2’813’4811’893’633
Einlagen1’819’8721’795’805
Entnahme für Beitragsfinanzierung0−205’978
Entnahme für Besitzstandswahrung−609’970−513’263
Entnahme b. Austritten von Versicherungsbeständen0−179’919
Verzinsung266’26423’203
Stand Arbeitgeber-Beitragsreserven per 31.12.4’289’6482’813’481

Die Arbeitgeber-Beitragsreserve wurde mit einer Rendite des Gesamtvermögens im Jahr 2016 mit 7.45% (Vorjahr 0.79%) verzinst.

1.7 Erläuterung weiterer Positionen der Bilanz und der Betriebsrechnung

1.7.1 Aktive Rechnungsabgrenzungen

31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Aktive Rechnungsabgrenzung Vorsorge258’053217’643
Total aktive Rechnungsabgrenzung258’053217’643

1.7.2 Verwaltungsaufwand

Die Previs führt eine Verwaltungskostenrechnung nach den einzelnen Bereichen Vorsorge, Kunden & Kommunikation, Finanzanlagen und Immobilienanlagen. Die untereinander erbrachten Dienstleistungen werden intern verrechnet.

31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Verwaltungskosten brutto 1−5’362’832−4’875’949
Verwaltungsertrag Vorsorge89’54560’269
Verwaltungskosten abzüglich Verwaltungsertrag Vorsorge−5’273’287−4’815’680
An die Arbeitgeber verrechnete Verwaltungskosten4’197’8614’080’945
Verwaltungskosten netto−1’075’426−734’734

1 Entschädigungen an Versicherungsvermittler: Diese sind in den Verwaltungskosten enthalten. Die Entschädigungen erfolgen auf den Risikoprämien. Anschlüsse oder versicherte Personen, für welche aufgrund ihres Anschlusses Entschädigungen an Versicherungsvermittler fliessen, wenden sich bei Bedarf direkt an den zuständigen Versicherungsvermittler, um die Höhe der Entschädigung zu erfahren.

1.8 Auflagen der Aufsichtsbehörde

Die Genehmigung der Jahresrechnung 2015 durch die Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA) erfolgte am 13. Juli 2016. Es wurden keine Auflagen gemacht.

1.9 Weitere Informationen mit Bezug auf die finanzielle Lage

1.9.1 Unterdeckung / Erläuterung der getroffenen Massnahmen

Per 31.12.2016 haben sich auf Grund der guten Performance im Anlagejahr 2016 Unterdeckungen in einigen Vorsorgewerken verkleinert oder konnten überwunden werden. Trotzdem werden folgende Massnahmen im Rahmen von Strategiebeschlüssen vorgesehen:

  • Der technische Zins wird spätestens per 2020 auf 2.25% gesenkt.
  • Der Umwandlungssatz wird ab 2018 bis ins Jahr 2022 schrittweise von 6.0% auf 5.5% abgesenkt.

Für die noch von einer Unterdeckung betroffenen Vorsorgewerke erachtet der Experte gemäss aktuellem versicherungstechnischem Gutachten vorderhand keine zusätzlichen Sanierungsmassnahmen als notwendig.

1.9.2 Teilliquidation

Von den per 31.12.2016 gekündigten Anschlussverträgen trat in drei Fällen der Tatbestand der Teilliquidation ein. Diese Teilliquidationen konnten noch nicht abgeschlossen werden, eine Akonto-Zahlung der Deckungskapitalien an die neue Vorsorgeeinrichtung ist jedoch erfolgt. Der kollektive Anspruch auf Rückstellungen per Bilanzstichtag wurde noch nicht transferiert.

Sechs Kunden mit insgesamt 723 Versicherten und Rentner haben per 01. Januar 2017 den Wechsel aus einem Verbundvorsorgewerk in je ein neues eigenes Vorsorgewerk vollzogen (4 Kunden) oder werden Teil eines anderen bestehenden Vorsorgewerks (2 Kunden). Ein Anschluss mit 14 Versicherten und Rentner wechselte in das Vorsorgewerk Strategie 30. Diese Übertritte führten zu einer Teilliquidation. Eine Abgrenzung im Umfang der Kürzung der betroffenen Vorsorgekapitalien ist in der Jahresrechnung 2016 berücksichtigt.

1.9.3 Verpfändete Vermögenswerte

Für die Deckung von Devisentermingeschäften besitzt unsere Hausbank ein Pfandrecht an unserem Wertschriftenbestand in der Höhe von 30 Mio. CHF. Für börsengehandelte Derivate wurden zusätzlich in unseren Einanlegerfonds entsprechende Vermögenswerte verpfändet.

1.10 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Per 1.1.2017 wechselten verschiedene Anschlüsse mit insgesamt 737 aktiven Versicherten und Rentnern aus dem Vorsorgewerk Service Public in eigene Arbeitgebervorsorgewerke resp. die Rentner in das Vorsorgewerk Rentner.

Die Previs beabsichtigt im Laufe des Jahres 2017 mit der Comunitas Vorsorgestiftung rückwirkend auf den 1.1.2017 zu fusionieren. Der entsprechende Fusionsprozess ist eingeleitet und die gemäss Fusionsgesetz vorgesehene zeitgerechte Information der Destinatäre und deren Einsichtnahme in die entsprechenden Fusionsdokumente sind gewährleistet.