Ein wegweisendes 2016

Liebe Leserin, lieber Leser

Herzlich willkommen zu unserem Geschäftsbericht! Wir freuen uns, dass Sie sich für die ausführliche Onlineausgabe interessieren. Mit einer übersichtlichen Gliederung und der elektronischen Verfügbarkeit möchten wir der Transparenz, den modernen Lesetrends und auch dem Kostenaspekt Rechnung tragen. Es ist zudem der letzte Geschäftsbericht der Previs vor der Fusion mit der Comunitas. Auch wenn sich die Struktur des nächsten Berichts nicht gross ändern wird, werden mit der Fusion doch einige Anpassungen auf uns zukommen, an denen wir zurzeit hart arbeiten.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre zum Geschäftsjahr 2016. Bitte beachten Sie, dass auf dieser Stufe der Berichterstattung nur konsolidierte Werte für die gesamte Stiftung publiziert werden. Die Detailangaben zu den einzelnen Vorsorgewerken folgen mit separaten Veröffentlichungen zu Handen dieser Werke.

Ob Lob oder Kritik – wir freuen uns über eine Rückmeldung auf info@previs.ch.

Ihre Previs

Die wichtigsten Kennzahlen
auf einen Blick

31.12.2016
1’000 CHF
31.12.2015
1’000 CHF
Bilanzsumme2’889’5942’666’327
Vermögensanlagen2’829’8912’620’177
31.12.201631.12.2015
Verwaltungskosten5’273’2874’815’680
Verwaltungskosten pro aktiven Versicherten302278
Verwaltungskosten pro Destinatär (Aktive und Rentner)234216
31.12.201631.12.2015
Strategie 15
Strategierenditen. v.n. v.
Strategie 30
Strategierendite7.51%0.79%
Strategie 40
Strategierenditen. v.n. v.
Strategie Rentner
Strategierendite5.88%n. v.
31.12.201631.12.2015
Vermögensverwaltungskosten in % des Gesamtanlagevermögens0.37%0.40%
31.12.201631.12.2015
Anzahl Vorsorgewerke73
Anzahl Arbeitgeber667661
Anzahl Versicherte17’44317’310
Anzahl Rentner5’0774’942

Deckungsgrad, Entwicklung Verwaltungskosten und Rendite

Deckungsgrad Vorsorgewerke31.12.201631.12.2015
< 90.0%00
90.0% - 94.9%00
95.0% - 100.0%22
> 100.0%51
Entwicklung Verwaltungskosten / Rendite31.12.201631.12.201531.12.201431.12.201331.12.2012
Verwaltungskosten pro Destinatär (Aktive und Rentner) in CHF234216234187149
Gesamtrendite7.45%0.79%6.61%6.56%6.58%

Bis 31.12.2014 entspricht die Gesamtrendite der Gemeinschaftseinrichtung Previs Service Public. Ab 1.1.2015 entspricht sie dem konsolidierten Ergebnis aller Anlagestrategien (Gesamtvermögen). Aus dieser Zahl lässt sich die Rendite für die einzelnen Vorsorgewerke nicht ableiten. Für die Vorsorgewerke ist die Rendite der gewählten Anlagestrategie massgebend, sofern das Werk ganzjährig bei der Previs angeschlossen war.

Die wichtigsten Kennzahlen
auf einen Blick

31.12.2016
1’000 CHF
31.12.2015
1’000 CHF
Bilanzsumme2’889’5942’666’327
Vermögensanlagen2’829’8912’620’177
31.12.201631.12.2015
Verwaltungskosten5’273’2874’815’680
Verwaltungskosten pro aktiven Versicherten302278
Verwaltungskosten pro Destinatär (Aktive und Rentner)234216
31.12.201631.12.2015
Strategie 15
Strategierenditen. v.n. v.
Strategie 30
Strategierendite7.51%0.79%
Strategie 40
Strategierenditen. v.n. v.
Strategie Rentner
Strategierendite5.88%n. v.
31.12.201631.12.2015
Vermögensverwaltungskosten in % des Gesamtanlagevermögens0.37%0.40%
31.12.201631.12.2015
Anzahl Vorsorgewerke73
Anzahl Arbeitgeber667661
Anzahl Versicherte17’44317’310
Anzahl Rentner5’0774’942

Deckungsgrad, Entwicklung Verwaltungskosten und Rendite

Deckungsgrad Vorsorgewerke31.12.201631.12.2015
< 90.0%00
90.0% - 94.9%00
95.0% - 100.0%22
> 100.0%51
Entwicklung Verwaltungskosten / Rendite31.12.201631.12.201531.12.201431.12.201331.12.2012
Verwaltungskosten pro Destinatär (Aktive und Rentner) in CHF234216234187149
Gesamtrendite7.45%0.79%6.61%6.56%6.58%

Bis 31.12.2014 entspricht die Gesamtrendite der Gemeinschaftseinrichtung Previs Service Public. Ab 1.1.2015 entspricht sie dem konsolidierten Ergebnis aller Anlagestrategien (Gesamtvermögen). Aus dieser Zahl lässt sich die Rendite für die einzelnen Vorsorgewerke nicht ableiten. Für die Vorsorgewerke ist die Rendite der gewählten Anlagestrategie massgebend, sofern das Werk ganzjährig bei der Previs angeschlossen war.

Bilanz

Aktiven31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Anhang
Vermögensanlagen2’888’135’6612’664’908’9711.6.3
Flüssige Mittel und Geldmarktanlagen47’983’95635’887’042
Vermögensanlagen2’829’891’1692’620’176’567
Immaterielle Anlagen967’000966’614
Sachanlagen41’200100’800
Forderungen Vorsorge9’027’4347’748’065
Verschiedene Forderungen224’90229’883
Aktive Rechnungsabgrenzung258’053217’6431.7.1
Aktiven aus Versicherungsverträgen1’200’0001’200’000
Aktiven2’889’593’7132’666’326’615
Passiven31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Anhang
Verbindlichkeiten119’675’853282’469’963
Freizügigkeitsleistungen und Renten116’346’475281’517’755
Kontokorrente286’803320’112
Allgemeine Verbindlichkeiten3’042’575632’096
Passive Rechnungsabgrenzung646’458624’876
Arbeitgeberbeitragsreserven4’289’6482’813’4821.6.8.2
Vorsorgekapitalien und Technische Rückstellungen2’831’563’0352’495’151’372
Vorsorgekapital aktive Versicherte1’514’282’3191’310’473’2471.5.2
Vorsorgekapital Rentner1’226’258’9161’148’679’1461.5.4
Technische Rückstellungen91’021’80035’998’9791.5.5
Wertschwankungsreserven der Vorsorgewerke8’776’3942’081
Konsolidierte Unter- (−) / Überdeckung (+) der Vorsorgewerke–75’358’675–114’736’158
Stand 01.01.–114’736’158–110’711’025
Einlagen von übernommenen Versichertenbeständen (Aus- / Nachfinanzierung; Einbuchung Unterdeckung)2’166’0830
Ergebnis37’211’400–4’025’133
Stiftungskapital1’0001’000
Passiven2’889’593’7132’666’326’615

Betriebsrechnung

1.1.–31.12.2016
CHF
1.1.–31.12.2015
CHF
Anhang
Ordentliche und übrige Beiträge und Einlagen130’083’253126’595’621
Beiträge Arbeitnehmer56’243’45754’700’786
Beiträge Arbeitgeber73’847’83572’100’813
Entnahmen aus AGBR zur Beitragsfinanzierung–8’039–205’978
Beiträge von Dritten14’844’45419’144’245
Einmaleinlagen und Einkaufssummen11’916’00516’217’175
Einlagen in die Arbeitgeberbeitragsreserven (bestehende Anschlüsse)1’824’9111’795’805
Zuschüsse Sicherheitsfonds1’103’5381’131’265
Eintrittsleistungen416’431’391125’845’398
Freizügigkeitseinlagen326’569’454123’583’616
Einlagen bei Übernahme / Übertritt von Versichertenbeständen88’301’1330
Einzahlungen WEF-Vorbezüge / Scheidung1’560’8042’261’782
Zufluss aus Beiträgen und Eintrittsleistungen561’359’097271’585’264
Reglementarische Leistungen–115’114’203–106’184’292
Renten–78’762’261–78’281’337
Hinterlassenenrenten–9’059’851–9’070’085
Invalidenrenten–5’190’155–5’133’679
Kapitalleistungen bei Pensionierung–18’237’435–11’579’366
Kapitalleistungen bei Tod und Invalidität–3’864’501–2’119’825
Austrittsleistungen–216’247’571–326’377’232
Freizügigkeitsleistungen bei Austritt–200’828’229–320’255’788
Vorbezüge WEF/Scheidung–5’359’416–5’941’526
Leistungen bei Austritt / Übertritt von Versichertenbeständen–10’059’926–179’919
Abfluss für Leistungen und Vorbezüge–331’361’774–432’561’524
Aufl./Bild. Vorsorgekapital, Techn. Rückstellungen–355’940’424155’253’998
Auflösung (+) / Bildung (−) Vorsorgekapital Aktive–185’346’992104’049’846
Auflösung (+) / Bildung (−) Vorsorgekapital Rentner–115’569’679–77’609’139
Auflösung (+) / Bildung (−) technische Rückstellungen–55’023’754128’813’291
Aufl./Bild. Freie MitteL + Arbeitgeberbeitragsreserven–1’816’872–896’645
Auflösung (+) / Bildung (−) Freie Mittel00
Auflösung (+) / Bildung (−) Beitragsreserven–1’816’872–896’645
Aufwand/Ertrag aus Teilliquidation3’341’91812’874’439
Verzinsung Sparkapital–18’669’433–24’544’707
Verzinsung des Sparkapitals Aktive–18’462’912–24’284’926
Verzinsung des Sparkapitals Invalidenrentner–206’522–259’781
Ertrag aus Versicherungsleistungen6’723’7003’031’623
Überschussanteile aus Versicherungen00
Versicherungsaufwand–11’844’727–9’757’699
Risikoprämie PKRück–10’320’511–8’900’007
Kostenprämie PKRück–982’436–342’637
Beiträge an Sicherheitsfonds–541’780–515’055
Nettoergebnis aus dem Versicherungsteil–148’208’517–25’015’250
1.1.–31.12.2016
CHF
1.1.–31.12.2015
CHF
Anhang
Nettoergebnis aus der Vermögensanlage195’264’39121’727’824
Gewinne aus Vermögensanlagen207’567’28961’474’786
Verluste aus Vermögensanlagen–1’825’357–29’190’705
Verwaltungskosten Vermögensanlagen–10’477’541–10’556’2571.6.7.2
Aufl./Bild. nicht-technische Rückstellungen00
Sonstiger Ertrag4’197’8614’080’945
Ertrag aus erbrachten Dienstleistungen4’197’8614’080’945
Sonstiger Aufwand0–892
Verwaltungsaufwand–5’273’288–4’815’6801.7.2
Allgemeine Verwaltung–3’629’937–3’514’322
Marketing und Werbung–812’018–462’787
Makler- und Broker–723’133–739’881
Revisionsstelle und Experte für berufliche Vorsorge–99’920–76’636
Aufsichtsbehörde–8’280–22’054
Ertrags- (+) / Aufwandüberschuss (−) vor Bildung
Auflösung der Wertschwankungsreserven
45’980’448–4’023’053
Bildung (−) / Auflösung (+) Wertschwankungsreserven–8’769’048–2’081
Auflösung Wertschwankungsreserve der Vorsorgewerke00
Bildung Wertschwankungsreserve der Vorsorgewerke–8’769’048–2’081
Ertragsüberschuss (+) / Aufwandüberschuss (−)37’211’400–4’025’133

Aus dem Stiftungsrat

Den Wandel nur erleben oder ihn gestalten?

Die Berufliche Vorsorge befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Einerseits ausgelöst durch die stetig steigende Lebenserwartung, die uns nicht erst seit gestern bekannt ist, aber wohl erst jetzt allmählich ins Bewusstsein der Allgemeinheit rückt, wenn die Sozialversicherungen in Schieflage geraten können. Anderseits durch die Anlagemärkte, die nicht mehr die für die Berufliche Vorsorge nötigen Erträge bei überschaubaren Risiken abwerfen. Eingriffe werden nötig, wenn wir unser ausgewogenes und weltweit nach wie vor vorbildliches 3-Säulen-System nicht riskieren wollen. Die Altersreform 2020 ist mit ihren zuweilen auch politisch motivierten Massnahmen grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Das Volk wird letztlich an der Urne über Erfolg oder Misserfolg der Reform zu bestimmen haben.

Wollen wir diesen Wandel einfach miterleben oder ihn mitgestalten? Wir als Verantwortliche der Vorsorgeeinrichtung müssen unabhängig davon die für unser Werk zusätzlich nötigen Massnahmen planen und umsetzen. Mit der Senkung des technischen Zinssatzes, der geplanten Anpassung des umhüllenden Umwandlungssatzes und weiteren flankierenden Massnahmen gehen wir konsequent den Weg, die heute stattfindende erhebliche Umverteilung zwischen Versicherten und Rentnern zwar nicht gleich zu überwinden, aber doch zu mildern. Wir gestalten den Weg selber, die Reform 2020 allein reicht nicht.

Still und heimlich hat sich auch noch eine dritte Kraft in Szene gesetzt. Der Strukturwandel in der Beruflichen Vorsorge. Von ehemals knapp 3’000 Vorsorgeeinrichtungen ist heute noch eine Anzahl von unter 2’000 übriggeblieben. Und der Konzentrationsprozess wird weitergehen. Die Ansprüche der Versicherten an die Pensionskassen sind grösser geworden, die regulatorischen Vorgaben dichter und komplexer. Eine Pensionskasse professionell und immer auf der Höhe der Zeit zu führen, ist nur mit gebündelten Kräften und den nötigen Ressourcen machbar.

Der Strukturwandel in der beruflichen Vorsorge setzt die Pensionskassen unter Druck.

Wollen wir diesen Wandel einfach miterleben oder ihn mitgestalten? Wir gehen voran und setzen um. Mit der in diesem Jahr eingeleiteten Fusion zwischen der Previs Vorsorge und der Comunitas setzen wir ein Zeichen dafür, dass wir die Zukunft gestalten wollen. Mit der Zusammenführung erreichen wir eine stärkere und breitere Abstützung, erweitern unsere Marktpräsenz und können die Angebotspalette ausbauen. Mit der Struktur der künftigen Previs Vorsorge sorgen wir für Kontinuität – bei allen Versicherten und Rentnern sowohl der Previs wie der Comunitas.

Die Fusion zwischen der Previs und der Comunitas sorgt für Kontinuität.

Auf dem vor uns liegenden Weg sind noch einige Hürden zu überwinden und steinige Wege zu gehen. Und es wird ab und zu holpern und schütteln. Trotzdem ist dieser Weg zum Wohle unserer Destinatäre der einzig richtige und das Ziel eine gestärkte Pensionskasse auf der Höhe der Zeit. Wir gestalten unsere Zukunft!

Ich wünsche mir für das grosse vor uns liegende Ziel die nötige Kraft aller Beteiligten, vom Stiftungsrat über die Geschäftsleitung bis hin zu allen Mitarbeitenden. Für diesen Einsatz und für die geleisteten Arbeiten im vergangenen Jahr danke ich allen sehr herzlich. Ihnen, sehr geehrte Kundinnen und Kunden, Versicherte und Rentner, danke ich für das Vertrauen, das Sie unserer Pensionskasse entgegenbringen.

Peter Flück

Peter Flück
Präsident des Stiftungsrates

Dies ist der letzte Geschäftsbericht der getrennten Vorsorgeeinrichtungen Previs und Comunitas. Und ganz im Sinne der künftigen Einheit haben wir diese Einleitung gemeinsam für beide Stiftungen verfasst.

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Zusammensetzung und Funktionen des Stiftungsrates im Jahr 2016

Vorname/
Name
FunktionVertretung
Arbeitgeber/
Arbeitnehmer
AnschlussEintritt
Stiftungsrat/
Wiederwahl
Peter
Flück
Präsident
Vorsitz Complianceausschuss
ArbeitgeberBrienz Rothorn Bahn2004/2015
Stephan
Spycher
Vizepräsident
Mitglied Complianceausschuss
ArbeitnehmerGemeinde Vinelz2009/2013
Vizepräsidium ab 1.7.2016
Alfred
Amrein
Vorsitz AnlageausschussArbeitgeberAtupri Gesundheitsversicherung2012/2016
Martin
Gafner
Mitglied AnlageausschussArbeitgeberSiloah AG2016
Magdalena
Meyer
Vizepräsidentin
Mitglied Complianceausschuss
ArbeitgeberBildungszentrum Verwaltung
& Wirtschaft bwd
2008/2012
bis 30.6.2016
Urs
Obrecht
Mitglied ComplianceausschussArbeitnehmerHeime dahlia2013
Jürg
Thöni
Mitglied AnlageausschussArbeitnehmerSpital STS AG2012/2016
Kurt
Zaugg
Mitglied AnlageausschussArbeitnehmerEinwohnergemeinde Eggiwil2007/2015

Geschäftsführung

Die Strategie 2017-2021 setzt in verschiedener Hinsicht neue Massstäbe

In einem intensiven Prozess haben Geschäftsleitung und Stiftungsrat die Strategie für die Jahre 2017 bis 2021 aufgebaut. Sie gliedert sich in die folgenden funktionalen Teilstrategien «Leistungsstrategie», «Anlagestrategie(n)», «Marktstrategie» und «Betriebsstrategie». Als vernetzende Elemente wurden zudem eine «Digitalstrategie» und eine «Nachhaltigkeitsstrategie» formuliert.

Mit der Leistungsstrategie definiert die Previs die Ziele für die künftigen Altersleistungen. Mit Blick auf die weiterhin steigende Lebenserwartung und die rückläufigen Renditen des investierten Alterskapitals sind wir gezwungen, den Umwandlungssatz schrittweise bis ins Jahr 2022 von heute 6.0% auf 5.5% zu senken. Gleichzeitig wird der technische Zinssatz von derzeit noch 2.75% auf 2.25% im Jahr 2020 gesenkt. Hierzu wurden die nötigen Rückstellungen mit dem vorliegenden Abschluss bereits vollumfänglich eingestellt.

Die Anlagestrategien haben sich seit der Umstellung auf die Organisation als Sammeleinrichtung bereits gut etabliert und bedürfen im Rahmen der Strategie 2017-2021 einer laufenden Überwachung und Justierung mit Sicht auf die Marktentwicklungen.

Die bereits bestehende Marktstrategie wurde grösstenteils bestätigt und fokussiert weiterhin auf die Pflege des Kundenstamms, die persönliche Betreuung und die Nähe zum Kunden, die Broker als Partner. Aber auch auf die Wachstumsmärkte, den Weiterausbau des Vertriebsnetzes und zusätzliche Dienstleistungsangebote, um Wachstum generieren zu können.

Die Betriebsstrategie richtet sich auf die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Prozesseffizienz, die unablässige Förderung der Management- und Fachkompetenzen sowie die Sicherung der Wertschöpfungsketten aus.

Der Digitalstrategie wird etwas weiter unten ein separates Kapitel gewidmet.

Die Nachhaltigkeitsstrategie wird mit der nötigen Sorgfalt ebenfalls weiterentwickelt. Nachdem wir sowohl für die Finanz- wie auch für die Immobilienanlagen 2016 ein Nachhaltigekeitsscreening durchgeführt haben und uns mit entsprechenden Benchmarks vergleichen können, werden wir die nächsten Schritte mit Zielen für die Erhöhung des Anteils nachhaltiger Anlagen in Angriff nehmen.

Der Fusionsprozess ist bereits weit fortgeschritten

2016 haben die Previs und die Comunitas entschieden, die Zukunft gemeinsam anzugehen. Das komplexe Fusionsprojekt startete im Herbst 2016 und ist schon weit fortgeschritten. Bei der Publikation dieses Geschäftsberichts dürfte der Fusionsvertrag bereits unterzeichnet sein. Auch wenn die Comunitas als eigenes Vorsorgewerk innerhalb der Previs versicherungstechnisch weitgehend unabhängig weitergeführt wird, müssen doch zahlreiche Prozesse zusammengeführt werden. Sei dies in der Organisation, den Vermögensanlagen, dem Mitarbeiterwesen, der Kundenbetreuung, dem Rechnungswesen und nicht zuletzt und sehr zentral der ICT. All diese Herausforderungen müssen zusätzlich zum Tagesgeschäft bewältigt werden, denn wir wollen ja nicht, dass während dieses Projekts die Dienstleistungsqualität gegenüber unseren Kunden leidet. An dieser Stelle sei allen Projektbeteiligten, auf der Seite der Previs und auch der Comunitas, sehr herzlich gedankt.

Die Digitalisierung wird aktiv vorangetrieben

Die Digitalisierung schreitet in unserem Alltag mit gewaltigen Schritten voran. Sie macht auch vor den Pensionskassen nicht halt. Nachdem wir 2016 mit einem Pilotprojekt erste Arbeitgeber elektronisch in die Verwaltungsprozesse einbinden konnten, wird der Webzugriff auf die für die Arbeitgeber nützlichen Daten 2017 flächendeckend ermöglicht. Ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung geht die Previs mit einer Beteiligung an einer Firma, die derzeit eine APP entwickelt, mit welcher Versicherte ebenfalls auf ihre Daten zugreifen, die nötigen Informationen jederzeit abrufen und mit der Previs kommunizieren können. Neben Effizienzsteigerungen und längerfristigen Kostenreduktionen erhoffen wir uns von diesem modernen, zeitgemässen Werkzeug eine auch stärkere Auseinandersetzung und Identifikation der Versicherten mit ihrer Pensionskasse.

Das Ergebnis 2016 auf den Punkt gebracht

Dank der ausgezeichneten Performance 2016, welche für das Gesamtvermögen mit 7.45% überdurchschnittlich ausfiel, verzeichneten die einzelnen Vorsorgewerke gute Abschlüsse in den Betriebsrechnungen. Die hohe Performance ist allerdings zu einem grossen Teil auf Grund des Einmaleffektes im Zusammenhang mit der Neubewertung der direkten Immobilien zustande gekommen. Wird dieser Einmaleffekt ausgeblendet, erzielten wir eine Performance von 4.1%, die sich im Vergleich mit anderen Vorsorgeeinrichtungen ebenfalls sehen lassen kann. Unter anderem auf Grund der einmalig hohen Performance hat der Stiftungsrat entschieden, die zusätzlichen Erträge zur Bildung von Rückstellungen einzusetzen, um die geplante Senkung des technischen Zinses sicherstellen zu können. Damit leistet der Abschluss 2016 einen wichtigen Beitrag zur weiteren Stabilisierung der Vorsorgewerke und zur Sicherung der künftigen Verpflichtungen. Mit dem Abschluss 2016 bewegen sich die Deckungsgrade der einzelnen Vorsorgewerke in einer Spannweite von 97.1% bis 105.5%.

Die Deckungsgrade der Vorsorgewerke reichen von 97.1% bis 105.5%.

Veränderungen in der Geschäftsleitung

Als Nachfolger für den Mitte 2016 ausgetretenen Leiter Finanzanlagen, Marco Fumasoli, konnten wir mit Daniel Zwygart von der UBS einen profunden Kenner der Anlageorganisation der Previs und hervorragenden Fachmann für unsere Vermögensanlagen gewinnen. Auf Ende Mai 2017 verlässt uns nach acht Jahren auch Roger Müller als Leiter Immobilien. Mit diesem Weggang leiteten wir umgehend eine Überprüfung der Immobilienorganisation ein, welche in der Zusammenlegung der Bereiche Finanzanlagen und Immobilienanlagen zu einem neuen Bereich Vermögensanlagen unter der Leitung von Daniel Zwygart mündete.

Stefan Muri

Stefan Muri
Geschäftsführer

Zusammensetzung der Geschäftsleitung
im Jahr 2016

Vorname/NameFunktion
Stefan MuriGeschäftsführer
Stefan ErnstStv. Geschäftsführer / Leiter Kunden & Kommunikation
Marco FumasoliMitglied der Geschäftsleitung / Leiter Finanzanlagen (bis 31.7.2016)
Roger MüllerMitglied der Geschäftsleitung / Leiter Immobilienanlagen
Nathalie SesianiMitglied der Geschäftsleitung / Leiterin Vorsorge
Daniel ZwygartMitglied der Geschäftsleitung / Leiter Finanzanlagen (ab 1.8.2016)

Vorsorge, Kunden & Kommunikation

Alles dreht sich um die Kunden

Der Bereich Kunden & Kommunikation blickt auf ein spannendes und erfolgreiches Jahr zurück, welches das Team gefordert hat. Insgesamt durften wir Anschlussverträge für annähernd 1‘000 Versicherte abschliessen. Sei es mit bestehenden Kunden, welche sich nach einer Ausschreibung für den Verbleib bei der Previs entschieden haben, oder mit Firmen, welche die Previs als ihre neue Vorsorgeeinrichtung evaluiert haben. Leider mussten wir auch vier Kündigungen – davon zwei Institutionen wegen Fusionen – mit rund 150 Versicherten entgegennehmen.

Ein grosses Interesse orten wir bei den sogenannten Arbeitgeber-Vorsorgewerken, welche für Kunden ab einer bestimmten Grösse die ideale Form darstellen, um ihre Vorsorgelösung massgeschneidert zu gestalten. Dabei kann die Vorsorgekommission zusätzlich zur freien Planwahl und zur Festlegung der Anlagestrategie die jährliche Verzinsung der Altersguthaben und neu den Umwandlungssatz festlegen. Dies stets unter fachkundiger Begleitung der Previs. Insgesamt konnten per 1.1.2017 vier neue Arbeitgeber-Vorsorgewerke aufgebaut werden; damit führt die Previs insgesamt 11 Vorsorgewerke. Als neuer Kunde zu erwähnen ist die Firma BERNEXPO AG – bekannt im Zusammenhang mit der Messe BEA – welche ihre rund 100 Mitarbeitenden für die berufliche Vorsorge neu bei der Previs versichert. Wir freuen uns, auch dieses renommierte Unternehmen zu unseren Kunden zählen zu dürfen.

Eine verstärkte Präsenz am Markt führt zu mehr Bewegung auf der Kundenseite. Die Previs nimmt diese Herausforderung an, denn wir sind überzeugt, mit unserer Angebotspalette mit attraktiven Risiko- und Verwaltungskosten ein interessanter Anbieter zu sein. U.a. belegte der Vergleich der «Sonntagszeitung» im Sommer 2016, dass die Previs mit ihrem dritten Rang eine der effizientesten Pensionskassen-Verwaltungen betreibt.

Steigende Kundenvolumen verändern die Anforderungen an die Kundenberatung und die Administration. Aus diesem Grund hat die Previs ein bereits länger geplantes Vorhaben umgesetzt und im Sommer 2016 ein CRM-System eingeführt. Dieser Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung ermöglicht einen effizienten Umgang mit Kunden-, Broker- und Geschäftspartnerdaten mit dem Ziel, unsere Kundendienstleistungen weiter zu professionalisieren.

Ein grosser Dank gilt dem Team Kunden & Kommunikation, welches für unsere Kunden einen grossen Einsatz leistet.

Die Previs zählt per Anfang 2017 bereits 11 eigenständige Vorsorgewerke.

Finanzielle Sicherheit

Im Herbst 2016 haben wir unsere Kunden hinsichtlich des Entscheides des Stiftungsrates zu den Themen technischer Zinssatz und Umwandlungssatz (Strategie 2017-2021) informiert. Um die Renten langfristig zu sichern und die Solidarität der aktiven Versicherten nicht weiter zu strapazieren, hat sich der Stiftungsrat dazu entschieden, den technischen Zins (Verzinsung des Rentendeckungskapitals) im Jahr 2020 auf 2.25% zu senken. Die dafür nötige Erhöhung des Rentendeckungskapitals wurde zurückgestellt. Mit der Senkung des technischen Zinssatzes wird der künftigen Renditeerwartung entsprochen.

Die bei der Pensionierung erreichten Altersleistungen sind lebenslänglich garantiert und da bei den Modellrechnungen zur Lebenserwartung (BVG 2015) erneut die durchschnittliche Bezugsdauer um zwei Jahre zu erhöhen ist, sind aus dem zum Zeitpunkt der Pensionierung vorhandenen Kapital die Rentenzahlungen zwei Jahre länger auszurichten. Bereits laufende Renten werden nicht verändert, doch sind die künftigen Renten den neuen Grundlagen anzupassen. Wird der Umwandlungssatz nicht dem entsprechend korrekten technischen Zinssatz angepasst, so entstehen Mutationsverluste, welche über die Erträge und somit zu Lasten der aktiven Versicherten zu finanzieren sind. Was im Jahr 2016 bei der Senkung des technischen Zinssatzes und beim Belassen des Umwandlungssatzes noch tragbar war, ist bei einer weiteren Senkung des technischen Zinses ab 2020 nicht mehr möglich.

Der Stiftungsrat hat auf Grund dieser Tatsachen entschieden den Umwandlungssatz ab 1.1.2018 schrittweise zu senken. Im Jahr 2022 wird der Umwandlungssatz für das ordentliche Rücktrittsalter 65 neu 5.5% betragen.

Bei der damit entstehenden Entlastung der aktiven Versicherten und der Stabilisierung des Vorsorgesystems der Previs, sollte in guten Anlagejahren eine höhere Verzinsung des Altersguthabens ermöglicht werden. Der Stiftungsrat hat daher entschieden, diese Verzinsung jeweils im 4. Quartal, nach Vorliegen der bis dahin erreichten Anlageerträge und nach Überprüfung der Verpflichtungen, rückwirkend auf den 1.1. festzulegen.

WebPortal – previs.WEB

Im Sommer 2016 wurde das Projekt «previs.WEB» mit unseren Pilotkunden gestartet. Über das previs.WEB können in einfachen Schritten Neueintritte, Lohnänderungen, Stammdatenmutationen und Austritte gemeldet werden. Es sind keine Meldungen auf dem Postweg mehr nötig.

Die generierte Mutationsmeldung kann direkt beim Kunden abgespeichert werden. Die erfassten Meldungen erscheinen automatisch im Aufgabenbereich des/der zuständigen Kundenbetreuers/Kundenbetreuerin und können dort verarbeitet werden. Die Umstellung auf die «digitalisierte Post» hat auf unserer Seite Anpassungen im Arbeitsprozess ausgelöst – diese sind die Kundenbetreuer/-innen der Previs motiviert und zielführend angegangen – ein herzliches Dankeschön an das ganze Vorsorgeteam.

Ebenfalls sind eine Übersicht über alle gemeldeten Mutationen sowie das Beitragsverzeichnis online abrufbar und steht zur Abspeicherung zur Verfügung.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Pilotkunden für ihre Mithilfe bedanken. In Kürze werden wir alle Anschlüsse über die Teilnahme am previs.WEB schriftlich informieren. Die Teilnahme Ihres Anschlusses am previs.WEB wird uns freuen.

Nathalie Sesiani
Leiterin Vorsorge
Mitglied der Geschäftsleitung

Stefan Ernst
Leiter Kunden & Kommunikation
Stv. Geschäftsführer

Angeschlossene Arbeitgeber

31.12.201631.12.2015
Total Arbeitgeber667661

Aktive Versicherte und Rentner

Aktive Versicherte: Frauen und Männer

Rentnerinnen und Rentner nach Rentenarten

Finanz- und Immobilienanlagen

Das Anlagejahr 2016 im Überblick und Ausblick

Die Aktienmärkte starteten mit massiven Verlusten ins Jahr 2016, ausgelöst durch die Sorgen rund um die Verfassung der chinesischen Konjunktur. Im Februar gerieten die europäischen Finanzwerte unter Verkaufsdruck. Sorgen um die Gesundheit resp. Kapitalstärken der europäischen Banken führten zu markanten Korrekturen. Parallel dazu brach der Ölpreis ein und notierte auf den tiefsten Werten seit Jahren. Massive Eingriffe der Notenbanken führten anschliessend zu einer längeren Erholungsphase. Der Brexit löste Ende Juni erneute Korrekturen an den Aktienmärkten aus und führte zu stark sinkenden Zinsen und historisch tiefen Zinskurven. Die US-Wahlen hingegen führten zur Überraschung vieler Marktteilnehmer aufgrund der Erwartung an kräftige konjunkturelle Impulse zu steigenden Aktienkursen und steigenden Zinsen.

Berg- und Talfahrt an den Finanzmärkten.

In diesem Zinsumfeld haben die Obligationen anfänglich an Wert zugelegt, haben aber den Grossteil der positiven Performance gegen Ende Jahr aufgrund steigender Zinsen wieder eingebüsst. Mit unserer kurzen Obligationenlaufzeiten waren wir aber richtig positioniert. Die Aktien waren über das Jahr gesehen der positive Performancetreiber. Ebenfalls positive Performancebeiträge lieferten die Alternativen Anlagen und die Immobilien Ausland. Die Neubewertung unserer Immobilien Direktanlagen (siehe nachstehender Abschnitt) führte zu einer Aufwertung und einem substanziellen, aber einmaligen Beitrag an die Gesamtperformance.

Im von Unsicherheit geprägten Umfeld haben wir unsere Finanzanlagen breit diversifiziert und vorsichtig positioniert. Die Performance auf dem Gesamtvermögen betrug 7.45%.

Obschon die Aussichten, was die fundamentalen Daten anbetrifft, aktuell gut sind, erwarten wir aufgrund vieler politischer Unsicherheiten ein schwieriges Anlagejahr. Wir bleiben daher vorsichtig positioniert.

Neubewertungen 2016 mit Einmaleffekt

Immobilienanlagen gelten gemeinhin als wertbeständig. Wie andere Anlageklassen unterliegen Immobilien auch Wertschwankungen, da sie bis zu einem gewissen Grad auf Veränderungen im Zinsumfeld reagieren. Die Previs hat 2016 den Gesamtbestand des Immobilienportfolios durch die Firma Wüest & Partner AG in Zürich neu bewerten lassen. Die Neubewertung erfolgt nach den relevanten Grundsätzen der Rechnungslegung (Swiss GAAP FER 26), welche die Anwendung des Marktwertprinzips vorsieht. Es zeigt sich, dass im Vergleich zum bisher angewendeten Bewertungssystem und aufgrund fundamentaler Veränderungen im Anlageumfeld Wertsteigerungen im Umfang von rund 90 Mio. CHF ausgewiesen werden können. Diese Aufwertung ist zu einem Teil auf das tiefe Zinsumfeld zurückzuführen. Andererseits wird per Bewertungsstichtag sichtbar, dass die Immobilienstrategie der Previs, die in der Vergangenheit gefällten Investitionsentscheide und das aktive Management dieser Anlageklassen sich heute günstig auf die Wertentwicklung des Immobilienportfolios auswirken.

Lange geplant und gebaut und nun zum Teil bereits in Betrieb – unsere Neubauprojekte

Das vergangene Geschäftsjahr stand im Zeichen der Realisierung und Inbetriebnahme von insgesamt fünf Neubau- und Entwicklungsprojekten: Im Neubauprojekt «Jardin du Paradis» konnte per 1. Dezember 2016 das erste von insgesamt 14 Gebäuden in Betrieb genommen und der Mieterschaft übergeben werden. Die Bauarbeiten werden im Herbst 2018 beendet – 2017 werden weitere Gebäude bezogen. Im Sanierungs- und Erweiterungsprojekt «Nessleren» in Wabern wurde im Herbst 2016 die erste Etappe mit insgesamt 97 Wohnungen in Betrieb genommen. Das neue Wohnungsangebot wurde sehr gut aufgenommen. Ein kleiner Coup konnte mit dem Neubauprojekt an der Sensemattstrasse in Thörishaus gelandet werden. Alle 46 Wohnungen waren per 1. August 2016 vermietet. Die Bauarbeiten der beiden Neubauprojekt «Portalyssa» in Lyss (96 Wohnungen) und «Cosmos» in Bern-Bümpliz (124 Wohnungen und ca. 1‘100 m2 Geschäftsflächen) sind ebenfalls wie geplant verlaufen. Diese beiden Überbauungen werden im Frühjahr 2017 in Betrieb genommen.

Daniel Zwygart
Leiter Finanzanlagen
Mitglied der Geschäftsleitung

Roger Müller
Leiter Immobilienanlagen
Mitglied der Geschäftsleitung

Erläuterung des Netto-Ergebnisses aus der Vermögensanlage

GesamtvermögenFinanzanlagenDirekte Immobilienanlagen
⌀ 10 Jahre2.89%2.02%5.11%
20167.45%4.64%14.96%
20150.79%–0.05%3.59%
20146.61%7.23%4.34%
20136.56%6.82%5.62%
20126.58%7.58%3.85%
2011−1.62%−3.29%3.19%
20102.56%2.09%3.82%
20098.36%10.26%3.77%
2008−9.32%−14.44%4.67%
20072.27%1.72%3.83%

Bis 2014 entspricht die Gesamtrendite der Gemeinschaftseinrichtung Previs Service Public. Ab 2015 entspricht sie dem konsolidierten Ergebnis aller Anlagestrategien (Gesamtvermögen). Aus dieser Zahl lässt sich die Rendite für die einzelnen Vorsorgewerke nicht ableiten. Für die Vorsorgewerke ist die Rendite der gewählten Anlagestrategie massgebend, sofern das Werk ganzjährig bei der Previs angeschlossen war.

Strategische/aktuelle Vermögensallokation

Zur effizienten Überwachung und Steuerung der Anlagetätigkeit wird die Anlagestrategie in Anlagekategorien eingeteilt. Die nachfolgende Darstellung zeigt den Vergleich zwischen der strategischen und der aktuellen Allokation per 31. Dezember 2016.

Strategische Vermögensallokation – Strategie Previs 30

Aktuelle Vermögensallokation – Anlagestrategie Previs 30

Strategische Vermögensallokation – Strategie Rentner

Aktuelle Vermögensallokation – Strategie Rentner

Bericht der Revisionsstelle T+R AG

1.1 Grundlagen und Organisation

1.1.1 Rechtsform und Zweck

Die Stiftung bezweckt die Durchführung der beruflichen Vorsorge im Rahmen des BVG und seiner Ausführungsbestimmungen für die Arbeitnehmer der der Stiftung angeschlossenen Arbeitgeber und für Angehörige und Hinterlassene, auf welche das BVG anwendbar ist. Sie kann über die gesetzlichen Mindestleistungen hinaus weitergehende Vorsorge betreiben und zudem Unterstützungen in Notlagen wie Krankheit, Unfall oder Arbeitslosigkeit leisten.

Im Hinblick auf die Umwandlung der Gemeinschaftsstiftung in eine Sammelstiftung wurde die Stiftungsurkunde durch Genehmigung der Bernischen BVG- und Stiftungsaufsicht vom 31. Oktober 2013 sowie dem Eintrag ins Handelsregister vom 18. Dezember 2013 geändert. Die Umsetzung der Zweckänderung erfolgte auf den 1. Januar 2015.

1.1.2 Registrierung BVG und Sicherheitsfonds

Die Stiftung ist im BVG-Register des Kantons Bern unter der Nummer 0692 eingetragen.

Alle dem Freizügigkeitsgesetz (FZG) unterstellten Pensionskassen müssen beim Sicherheitsfonds BVG angeschlossen sein. Sie liefern entsprechende Beiträge an den Fonds ab. Der Sicherheitsfonds garantiert den Versicherten ihre Leistungen bis zu einem versicherten Lohn von CHF 126’900, sofern die Vorsorgeeinrichtung zahlungsunfähig ist.

1.1.3 Urkunden und Reglemente

  • Stiftungsurkunde vom 31.10.2013, mit Wirkung ab 1.1.2015
  • Organisationsreglement vom 1.12.2015, gültig ab 1.1.2016
  • Vorsorgereglement vom 19.6.2014, gültig ab 1.1.2015
  • Anlagereglement vom 1.12.2014, gültig ab 1.1.2015
  • Reglement über die Weiterverrechnung von Verwaltungskosten vom 18.3.2014, gültig ab 1.1.2015
  • Rückstellungsreglement vom 19.6.2014, gültig ab 1.1.2015
  • Teilliquidationsreglement vom 21.10.2015, rückwirkend in Kraft per 1.1.2015

1.1.4 Führungsorgane der Previs und Zeichnungsberechtigung

Auf Ende 2015 trat Martin Horisberger infolge Austritts des Anschlusses innova Versicherungen aus der Previs aus dem Stiftungsrat aus. An der Delegiertenversammlung 2016 wurde Martin Gafner, Verwaltungsratspräsident des Anschlusses Siloah AG als Ersatz dieser Arbeitgebervertretung gewählt. Auf Grund einer neuen beruflichen Herausforderung hat auch Magdalena Meyer-Wiesmann auf die Delegiertenversammlung als Arbeitgebervertreterin demissioniert. Im Hinblick auf Veränderungen in der Zukunft wurde dieser Sitz bewusst vorderhand vakant belassen. Die mit der ungeraden Anzahl besetzter Sitze vorübergehend nicht mehr gegebene Parität zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretung wurde bewusst in Kauf genommen und mit entsprechenden Vorkehrungen bei Abstimmungen berücksichtigt.

Zusammensetzung und Funktionen des Stiftungsrates im Jahr 2016

Vorname/
Name
FunktionVertretung
Arbeitgeber/
Arbeitnehmer
AnschlussEintritt
Stiftungsrat/
Wiederwahl
Peter
Flück
Präsident
Vorsitz Complianceausschuss
ArbeitgeberBrienz Rothorn Bahn2004/2015
Stephan
Spycher
Vizepräsident
Mitglied Complianceausschuss
ArbeitnehmerGemeinde Vinelz2009/2013
Vizepräsidium ab 1.7.2016
Alfred
Amrein
Vorsitz AnlageausschussArbeitgeberAtupri Gesundheitsversicherung2012/2016
Martin
Gafner
Mitglied AnlageausschussArbeitgeberSiloah AG2016
Magdalena
Meyer
Vizepräsidentin
Mitglied Complianceausschuss
ArbeitgeberBildungszentrum Verwaltung
& Wirtschaft bwd
2008/2012
bis 30.6.2016
Urs
Obrecht
Mitglied ComplianceausschussArbeitnehmerHeime dahlia2013
Jürg
Thöni
Mitglied AnlageausschussArbeitnehmerSpital STS AG2012/2016
Kurt
Zaugg
Mitglied AnlageausschussArbeitnehmerEinwohnergemeinde Eggiwil2007/2015

Zusammensetzung der Geschäftsleitung im Jahr 2016

Vorname/NameFunktion
Stefan MuriGeschäftsführer
Stefan ErnstStv. Geschäftsführer / Leiter Kunden & Kommunikation
Marco FumasoliMitglied der Geschäftsleitung / Leiter Finanzanlagen (bis 31.7.2016)
Roger MüllerMitglied der Geschäftsleitung / Leiter Immobilienanlagen
Nathalie SesianiMitglied der Geschäftsleitung / Leiterin Vorsorge
Daniel ZwygartMitglied der Geschäftsleitung / Leiter Finanzanlagen (ab 1.8.2016)

Zeichnungsberechtigung

Der Präsident und die Vizepräsidentin sowie die Mitglieder der Geschäftsleitung sind je kollektiv zu zweien zeichnungsberechtigt.

Entschädigungen des Stiftungsrates

Gestützt auf Ziffer 2.5 des Organisationsreglements werden die Entschädigungen an den Stiftungsrat summarisch im Geschäftsbericht publiziert:
Der Stiftungsrat inkl. Ausschüsse bezog 2016 Fixhonorare im Gesamtbetrag von CHF 94‘900 (2015: CHF 102‘200) sowie Sitzungsgelder von CHF 19‘590 (2015: CHF 21‘850).

Entschädigungen der Geschäftsleitung

Im Sinne einer über die Vorschriften hinausgehenden Transparenzpolitik publiziert die Previs auch Zahlen zur Entschädigung der Geschäftsleitung. Die Previs kennt nebst den Jahreslöhnen ein Bonus-Malus-System, nach welchem alle Mitarbeitenden inkl. Geschäftsleitung nach einem vorgegebenen Verfahren eine leistungsabhängige zusätzliche Abgeltung erzielen können. Diese Abgeltung wird jeweils nach Ablauf des Kalenderjahres, gestützt auf die Leistungsbeurteilung in den Mitarbeiterförderungsgesprächen, ermittelt. Sie berücksichtigt neben der Zielerreichung auch die finanzielle Situation der Previs.

AnzahlJahreslohnsumme 2016 bruttoBoni 2015, ausbezahlt 2016Total Summe 2016
5 GL-MitgliederCHF 949’100CHF 25’500CHF 974’600

Das Verhältnis zwischen dem tiefsten (exkl. Lehrpersonal) und dem höchsten Lohn in der Previs beträgt: 1:4.3.

1.1.5 Experte, Revisionsstelle, Berater, Aufsichtsbehörde

Experte für die berufliche VorsorgeABCON AG, Bern, Martin Schnider
Externe RevisionsstelleT+R AG, Gümligen, Vincent Studer

Gemäss Ziffer 7.1 des Organisations- und Geschäftsreglements werden die externe und die interne Kontrollstelle für eine Amtsdauer von zwei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist höchstens viermal möglich.

Beratung Vermögensverwaltung

StrategischMartin Gafner, Ittigen
OperativINVESTAS Beratungs AG, Bern

Aufsichtsbehörde

Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA)
Belpstrasse 48, Postfach, 3000 Bern 14

1.1.6 Angeschlossene Arbeitgeber

Nachfolgend die Zu- und Abgänge der angeschlossenen Arbeitgeber sowie der Bestand per 31.12.2016.

Bei den nachfolgenden Angaben sind auch Kunden enthalten, die bereits bei der Previs versichert waren und infolge Fusion oder Reorganisation einen neuen Anschluss bildeten.

ZugängeAnschlüsse/Versicherte
Total21/2609
AbgängeAnschlüsse/Versicherte
Total15/2525

Anzahl Anschlüsse mit aktiven Versicherten per Stichtag.

31.12.201631.12.2016
Total Arbeitgeber667661

1.2 Aktive Versicherte und Rentner

1.2.1 Aktive Versicherte

31.12.201631.12.2015
Total aktive Versicherte17’44317’310
− Frauen13’22112’924
− Männer4’2224’386
Veränderungen20162015
Aktive Versicherte per 1.1.17’31016’230
Nachträgliche Mutationen Vorjahr–26510
Eintritte *4’4063’794
Austritte–3’580–2’459
Pensionierungen–400–260
Todesfälle–28–5
Aktive Versicherte per 31.12.17’44317’310

* Arbeitsunfähige in Wartefrist werden ab 2015 als aktive Versicherte geführt.

1.2.2 Rentnerinnen und Rentner

31.12.201631.12.2015
Rentenbezüger5’0774’942
Altersrenten3’9903’857
Invalidenrenten339347
Ehegattenrenten610601
Waisen-/Kinderrenten138137
Veränderungen20162015
Rentenbezüger 1.1.4’9425’176
Nachträgliche Mutationen Vorjahr *0–473
Neue Rentenbezüger 1308432
Wegfallende Rentenbezüger 2–173–193
Rentenbezüger 31.12.5’0774’942

* Arbeitsunfähige in Wartefrist werden ab 2015 als aktive Versicherte geführt.
1 Pensionierung, Invalidität
2 Effektiver Austritt Anschluss oder je nach Rentenart: Pensionierung, Invalidität, Tod, Erreichen Schlussalter

1.2.3 Altersstruktur der aktiven Versicherten

31.12.2016
Jahre
31.12.2015
Jahre
Aktive Versicherte45.3445.40
− Frauen44.7744.90
− Männer47.0246.87

1.3 Art der Umsetzung des Zwecks

1.3.1 Erläuterung der Vorsorgepläne und deren Finanzierung

Die Stiftung führte im Vorsorgewerk Service Public 7 Pläne mit über 35 Plankombinationen im Beitragsprimat. In den übrigen Vorsorgewerken gilt die freie Planwahl.

1.3.2 Weitere Informationen zu Vorsorgetätigkeit

Anpassung der Renten an die Preisentwicklung

Der Stiftungsrat hat an der Sitzung vom 1. Dezember 2015 beschlossen, auf eine Anpassung der Renten an die Teuerung per 1.1.2016 zu verzichten. Auch für das Jahr 2017 wird auf eine Anpassung der Renten an die Teuerung verzichtet.

1.4 Bewertungs- und Rechnungslegungsgrundsätze, Stetigkeit

1.4.1 Rechnungslegung nach Swiss GAAP FER 26

Der vorliegende Abschluss entspricht der Rechnungslegung nach Swiss GAAP FER 26.

1.4.2 Buchführungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Buchführungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den Vorschriften von Art. 47, 48 und 48a BVV2.

Flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten werden zum Nominalwert bewertet.

Währungen werden zum Kurswert per Stichtag bewertet. Massgebend sind die Kurse, wie sie von der Depotstelle ermittelt werden.

Aktien, Obligationen und Anteile von Kollektivanlagen werden zum Kurswert per Stichtag bewertet. Massgebend sind die Kurse, wie sie von der Depotstelle ermittelt werden.

Direkte Immobilienanlagen werden per 31.12.2016 durch Wüest & Partner AG und Privera AG (für die Miteigentumsanteile) mittels der DCF-Methode bewertet.

  • Der aktuelle Marktwert einer Immobilie wird bei der DCF-Methode durch die Summe aller in Zukunft zu erwartenden, auf den Stichtag der Bewertung abdiskontierten Nettoerträge (vor Steuern, Zinszahlungen, Abschreibungen und Amortisationen = EBITDA) bestimmt. Die Nettoerträge (= EBITDA) werden pro Liegenschaft individuell, in Abhängigkeit der jeweiligen Chancen und Risiken, marktgerecht und risikoadjustiert diskontiert.
  • Die Bewertungen erfolgen nach den tatsächlichen Werten gemäss Swiss GAAP FER 26, wobei die Marktwertdefinition gemäss IVSC/TEGoVA/RICS zu Grunde gelegt wird: «Der Marktwert ist der geschätzte Betrag, für welchen ein Immobilienvermögen am Tag der Bewertung zwischen einem verkaufsbereiten Veräusserer und einem kaufbereiten Erwerber, nach angemessenen Vermarktungszeitraum, in einer Transaktion im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ausgetauscht werden sollte, wobei jede Partei mit Sachkenntnis, Umsicht und ohne Zwang handelt.»
  • Bauten in Ausführung (laufenden Neubauprojekte, Sanierungen und Bauland) werden zu Herstellkosten aktiviert. Eine Bewertung erfolgt im Jahr der Fertigstellung. Als nicht-werthaltig qualifizierte Planungskosten werden ausgebucht.
  • Bei Bestandesliegenschaften, die in naher Zukunft verkauft werden sollen, wurden die latenten Steuern per 31.12.2016 abgegrenzt.
  • Die Diskontsätze liegen in einer Bandbreite zwischen 3.8% und 5.58%.

Abgrenzungen und nichttechnische Rückstellungen werden gemäss kaufmännischen Buchhaltungsregeln sowie den Vorschriften von Swiss GAAP FER 26 vorgenommen.

Zum Ausgleich von Wertschwankungen werden auf der Passivseite pro Vorsorgewerk auf die jeweils zur Anwendung kommende Anlagestrategie angemessene Wertschwankungsreserven gebildet.

Die minimal notwendige Zielgrösse der Wertschwankungsreserven pro Anlagekategorie wird nach der sogenannten finanzökonomischen Methode ermittelt (Value at Risk-Methode). Bei diesem Verfahren werden aufgrund der Rendite- und Risikoeigenschaften der Anlagekategorien die Wertschwankungsreserven der unterschiedlichen Anlagestrategien kalkuliert. Die Zielgrösse der Wertschwankungsreserven wird in Prozenten der Vorsorgekapitalien und technischen Rückstellungen angegeben, unter Berücksichtigung eines Sicherheitsniveaus von 97.5% über ein Jahr.

1.4.3 Änderungen von Grundsätzen bei Bewertung, Buchführung und Rechnungslegung

Die direkten Immobilien wurden bisher über die Ertragswertmethode bewertet. Neu wird diese Anlagekategorie nach der DCF-Methode bewertet.

1.5 Versicherungstechnische Risiken / Risikodeckung / Deckungsgrad

1.5.1 Art der Risikodeckung, Rückversicherungen

Die Previs ist eine teilautonome Vorsorgeeinrichtung und deckt ihre Risiken teilweise selber. Die Previs hat eine kongruente Rückversicherung bei der Lebensversicherungsgesellschaft PKRück für die betriebliche Vorsorge AG für die Risiken Tod und Invalidität abgeschlossen.

Die vertragliche Vereinbarung mit der PKRück AG sieht vor, dass ein allfälliger Überschuss, resultierend aus einer besseren Entwicklung des Schadenverlaufs als für die Prämienberechnung angenommen, in die entsprechende Kundenreserve eingebucht wird. Diese wird nach Ablauf des Vertrags der Previs gutgeschrieben und kommt somit vollumfänglich der Gesamtheit der Versicherten zu gut.

1.5.2 Entwicklung und Verzinsung der Sparguthaben

2016
CHF
2015
CHF
Stand Sparguthaben per 1.1.1’310’473’2471’390’238’254
Sparbeiträge Arbeitnehmer und Arbeitgeber112’936’534108’202’642
Freizügigkeitsleistungen338’485’459140’193’374
Einzahlungen WEF / Scheidung1’560’8042’261’782
Freizügigkeitsleistungen bei Austritt–200’828’229–318’539’299
Vorbezüge WEF / Scheidung–5’359’416–5’941’526
Auflösung infolge Pensionierung, Tod–63’306’750–42’752’193
Veränderung Sparguthaben EUF (erwerbsunfähige Versicherte) 14’421’26112’525’287
Verzinsung des Sparkapitals18’576’47124’284’926
Anpassungen Vorjahre / Erwerbsunfähigkeit / IV–2’677’0620
Stand Sparguthaben per 31.12.1’514’282’3191’310’473’247

1 Arbeitsunfähige in Wartefrist werden ab 2015 als aktive Versicherte geführt.

Die Sparguthaben wurden umhüllend mit einem Zinssatz von 1.25% (2015: 1.75%) verzinst.

1.5.3 Summe der Altersguthaben nach BVG

31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Altersguthaben nach BVG (Schattenrechnung)865’677’992821’838’031

1.5.4 Entwicklung des Deckungskapitals für Rentner

31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Stand Deckungskapital per 1.1.1’148’679’1461’150’350’360
Anpassung Übertritte aus Vorjahren–17’391’2910
Veränderung aufgrund Teilliquidationen–20’598’618–80’099’252
Anpassung an Neuberechnung per 31.12.115’569’67978’428’038
Stand Deckungskapital per 31.12.1’226’258’9161’148’679’146
Technischer Zins Stiftung2.75%2.75%

1.5.5 Entwicklung der technischen Rückstellungen

31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Rückstellung für Grundlagenwechsel6’131’29528’716’979
Rückstellung Umwandlungssatz26’269’0007’282’000
Rückstellung Senkung technischer Zinssatz58’621’5050
Total technische Rückstellungen91’021’80035’998’979

1.5.6 Ergebnis des versicherungstechnischen Gutachtens per 31.12.2016

Als Sammeleinrichtung führt die Previs pro Vorsorgewerk eine in sich geschlossene Rechnung nach den Vorschriften von Swiss GAAP FER 26. Dementsprechend weist jedes Vorsorgewerk einen individuellen Deckungsgrad aus, der den jeweils zuständigen Gremien des Vorsorgewerks kommuniziert wird. Auf der Ebene der Stiftung macht der Ausweis eines konsolidierten Deckungsgrads keinen Sinn, es wird daher auf einen solchen Ausweis verzichtet.

Die Deckungsgrade aller in der Previs vorhandenen Vorsorgewerke stehen per 31.12.2016 in einer Bandbreite von 97.1% bis 105.5%, unter Anwendung eines technischen Zinssatzes von 2.75%. Durch die gebildete Rückstellung technischer Zinssatz liegt der technische Zinssatz de facto bei 2.25%.

Der Pensionskassenexperte bestätigt, dass die reglementarischen versicherungstechnischen Bestimmungen über die Leistungen und die Finanzierung am 31.12.2016 den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

1.5.7 Technische Grundlagen und andere versicherungstechnisch relevante Annahmen

Die reglementarischen Grundlagen wie auch die Berechnungen zur versicherungstechnischen Bilanz basieren auf den technischen Grundlagen gemäss BVG 2015. Es handelt sich dabei um Grundlagen, die als gut geeignete Basis für versicherungstechnische Berechnungen in autonomen Vorsorgeeinrichtungen gelten und daher dort auch häufig zur Anwendung gelangen. Verheiratungswahrscheinlichkeiten, Alter des Ehegatten, Anzahl Kinder, Alter der Kinder werden nach der kollektiven Methode berücksichtigt. Anstatt die individuelle Familiensituation im Detail zu erfassen, wird für jeden Versicherten mit den Erfahrungszahlen der technischen Grundlagen BVG 2015 gerechnet.

Der technische Zinssatz ist ein zentraler Parameter für die Feststellung der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der im Zusammenhang mit den Annahmen über die langfristigen Kapitalerträge zu wählen ist. Der technische Zinssatz wurde per 31.12.2015 auf 2.75% gesenkt. Aufgrund der weiter anhaltenden Tiefzinssituation beschloss der Stiftungsrat, den technischen Zins bis ins Jahr 2020 auf 2.25% zu senken. Diese Senkung wurde mit einer entsprechenden technischen Rückstellung mit dem Abschluss 2016 für die betroffenen Vorsorgewerke bereits sichergestellt.

1.5.7.1 Versicherungstechnische Rückstellungen

Grundsätze

Die Previs bildet für versicherungstechnische Risiken, die Schwankungen unterliegen, sowie für Leistungsversprechen, die nicht oder nicht ausreichend durch reglementarische Beiträge finanziert sind, versicherungstechnische Rückstellungen.

Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen handelt es sich um Verstärkungen, die bei der Berechnung des Deckungsgrades nach Art. 44 BVV2 in gleicher Weise zu berücksichtigen sind wie die Vorsorgekapitalien der aktiven Versicherten und der Rentenbezüger.

Rückstellung für Grundlagenwechsel

Diese Rückstellung wird gebildet, um den finanziellen Auswirkungen der seit der Veröffentlichung der technischen Grundlagen angenommenen Zunahme der Lebenserwartung Rechnung zu tragen.

Der Sollbetrag der Rückstellung entspricht 0.5% des Rentendeckungskapitals, multipliziert mit der Differenz zwischen dem Berechnungsjahr und dem Jahr, in dem die von der Vorsorgeeinrichtung verwendeten Rechnungsgrundlagen veröffentlicht wurden.

Rückstellung für Schwankungen im Risikoverlauf bei den aktiven Versicherten

Die Todesfall- und Invaliditätsrisiken unterliegen in der Regel kurzfristigen Schwankungen. Eine unvorhergesehene Häufung von Schadenfällen kann die Vorsorgeeinrichtung finanziell erheblich belasten. Zur Absicherung solcher Schwankungen der aktiven Versicherten wird eine entsprechende Rückstellung in Form eines Risikoschwankungsfonds gebildet, welcher nach der kollektiven Methode von Panjer jährlich durch den Experten für berufliche Vorsorge berechnet wird. Der Risikoschwankungsfonds wird für einen Sicherheitsgrad von 99.9% festgesetzt.

Die Previs ist für diese Risiken rückversichert. Aus diesem Grund werden derzeit keine Rückstellungen für dieses Risiko mehr gebildet.

Rückstellung Umwandlungssatz

Eine Rückstellung Umwandlungssatz wird gebildet, wenn aufgrund der angewendeten Umwandlungssätze im Beitragsprimat Pensionierungsverluste entstehen.

Die Rückstellung wird für alle aktiven Versicherten im Beitragsprimat ab Alter 55 berechnet. Sie entspricht der mit dem technischen Zinssatz diskontierten Differenz zwischen dem voraussichtlichen Altersguthaben im Rücktrittsalter und dem für die umgewandelte Rente berechneten versicherungstechnisch notwendigen Deckungskapital im selben Zeitpunkt. Sie wird jährlich erfolgswirksam auf diesen Stand angepasst. Die Rückstellung Umwandlungssatz wird jährlich durch den Experten berechnet. Sie entfällt, sobald eine Senkung des Umwandlungssatzes auf den technisch korrekten Wert abgeschlossen ist bzw. sofern der angewendete Umwandlungssatz versicherungstechnisch korrekt ist.

Der Umwandlungssatz der Previs wurde per 1.1.2013 bis auf weiteres auf 6.0% festgesetzt. Mit der Senkung des technischen Zinssatzes per 31.12.2015 auf 2.75% entstehen Pensionierungsverluste, die mittels Rückstellungen in den Verpflichtungen berücksichtigt werden müssen.

Rückstellung für Senkung des technischen Zinssatzes

Gemäss Strategie 2017-2021 des Stiftungsrates soll der technische Zinssatz per 2020 auf 2.25% gesenkt werden. Dazu wurde im Abschluss 2016 eine entsprechende Rückstellung in vollem Umfang gebildet.

1.5.8 Änderung von technischen Grundlagen und Annahmen

Es erfolgten keine Änderungen.

Die neuen technischen Grundlagen BVG 2015 wurden im Dezember 2015 veröffentlicht und kommen bei der Previs voraussichtlich mit dem Geschäftsabschluss 2016 erstmals zur Anwendung.

1.5.9 Deckungsgrad nach Art. 44 BVV2

Aufgrund ihrer ab 1.1.2015 gültigen Struktur als Sammeleinrichtung weist die Previs keinen Deckungsgrad für die Stiftung aus. Die Spannweite der Deckungsgrade der einzelnen Vorsorgewerke wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Deckungsgrad Vorsorgewerke31.12.201631.12.2015
< 90.0%00
90.0% – 94.9%00
95.0% – 100.0%22
> 100.0%51

1.6 Erläuterung der Vermögensanlage und des Nettoergebnisses aus Vermögensanlage

1.6.1 Organisation der Anlagetätigkeit, Anlagereglement

1.6.1.1 Anlagereglement

Das Anlagereglement der Previs regelt die Aufteilung von Verantwortung, Kompetenzen und Controllingaufgaben auf den Stiftungsrat, den Anlageausschuss und die Geschäftsleitung.

Die Vermögensanlage ist in verschiedene Phasen mit unterschiedlichen Kompetenzzuweisungen aufgeteilt. Grob dargestellt ergibt sich folgendes Bild:

BereichStiftungsratAnlageausschussPortfoliomanagement
Strategische AllokationEntscheidBeratung
Taktische AllokationInformationEntscheidUmsetzung
TitelauswahlInformationEntscheid
TagesgeschäftInformationEntscheid
ReportingInformationInformationKonsolidierung

In den externen Mandaten ist unter Portfoliomanagement der zuständige Portfoliomanager der jeweiligen Bank zu verstehen; bei den internen Mandaten sind damit der Leiter Finanzanlagen für die Wertschriften und der Leiter Immobilien für die direkten Immobilien gemeint.

Die weiteren beteiligten Stellen
AufgabeVerantwortung
Strategische BeratungMartin Gafner, Ittigen
Operative BeratungINVESTAS Beratungs AG, Bern
Global CustodianUBS AG, Zürich
FondsmanagementUBS Fund Management, Basel
Risk ControllerPPCmetrics AG, Zürich (seit dem 3. Quartal 2016)

1.6.1.2 Vermögensverwaltungsmandate

Die Obligationen Inland, Obligationen Ausland, Aktien Schweiz und Aktien Ausland werden mit Bewilligung der Finanzmarktaufsicht in Einanlegerfonds mit Rückdelegation der Vermögensverwaltung an das Portfoliomanagement der Previs geführt. Alle weiteren Anlagekategorien werden nach dem gleichen Prinzip in sogenannten Managed Accounts durch das Portfoliomanagement der Previs verwaltet.

Der Previs verwaltet somit das gesamte Anlagevermögen mit Unterstützung externer Spezialisten selber.

1.6.2 Zielgrösse und Berechnung der Wertschwankungsreserven

Die Wertschwankungsreserven werden pro Vorsorgewerk gebildet. Die Zielgrössen der Wertschwankungsreserven für die einzelnen Anlagestrategien1 wurden wie folgt festgelegt:

20162015
Anlagestrategie 1511.17%n. v.
Anlagestrategie 3013.89%13.0%
Anlagestrategie 4015.94%n. v.
Anlagestrategie Rentner9.78%n. v.

Das dabei angewendete Verfahren entspricht den unter Ziffer 1.4.2 dargestellten Bewertungsgrundsätzen.

1 Die im Namen der Strategie verwendete Zahl entspricht dem jeweiligen Aktienanteil.

1.6.3 Darstellung der Vermögensanlagen nach Anlagekategorien

1.6.3.1 Darstellung nach Gliederung der Buchhaltung

Vermögensanlagen31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Strategie 1500
Strategie 30 2’748’592’1602’620’176’567
Strategie 4000
Strategie Rentner81’299’0090
Total Vermögensanlagen2’829’891’1692’620’176’567
Betriebskapital und Übriges31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Liquidität Betrieb47’983’95635’887’042
Forderungen gegenüber Arbeitgebern8’108’3716’883’846
Verschiedene Forderungen1’143’965894’102
Aktiven aus Versicherungsverträgen1’200’0001’200’000
Immaterielle Anlagen967’000966’614
Sachanlagen41’200100’800
Aktive Rechnungsabgrenzung258’053217’643
Total Betriebskapital und Übriges59’702’54546’150’047
Zusammenfassung Gesamtvermögen31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Total Investitionen2’829’891’1692’620’176’567
Total Betriebskapital und Übriges59’702’54546’150’047
Total Gesamtvermögen (Bilanzsumme)2’889’593’7132’666’326’615

Die Position Forderungen gegenüber Arbeitgebern enthält die per 31.12.2016 noch ausstehenden Beiträge sowie Nachfinanzierungen des Rentnervorsorgewerks aus dem Jahr 2016.

1.6.3.2 Darstellung gemäss Anlagestrategie 30

Die Allokation per 31. Dezember 2016 wurde basierend auf den in der Wertschriftenbuchhaltung der UBS ausgewiesenen Kurswerten ermittelt. Diese Werte weichen in Folge zeitlicher Verschiebungen geringfügig von den im Jahresendreporting der UBS und in der Bilanz verwendeten Kurswerten ab 1.6

Dem Wert per Ende 2016 steht die vom Stiftungsrat beschlossene Anlagestrategie (Normquote) gegenüber:

AnlagekategorieNormquoteAllokation
31.12.2016
Bandbreiten
Liquidität1.00%1.91%0−15%
Obligationen Inland8.00%7.84%5−15%
Obligationen Ausland20.00%12.90%10−25%
Wandelobligationen global4.00%3.86%0−6%
Aktien Schweiz7.00%6.95%4−11%
Aktien Ausland entwickelt
Aktien Emerging Markets
18.00%
5.00%
18.30%
5.26%
15−29%
Alternative Anlagen7.00%8.06%0−9%
Immobilien Schweiz26.00%30.89%22−40%
Immobilien Ausland4.00%4.44%0−6%

Die Liquiditätsquote war im Berichtsjahr deutlich über der strategischen Normquote, was einerseits mit dem schwierigen Zinsumfeld und andererseits mit den Neubauprojekten zu tun hatte. Angesichts des teilweisen Negativzinsumfeldes waren die Obligationenquoten untergewichtet. Es lohnte sich nicht, Fremdkapital zur Verfügung zu stellen, das nicht risikogerecht entschädigt wurde. Die Aktienquoten waren mehrheitlich übergewichtet. Zudem waren die Aktienmärkte Schweiz, Europa und USA das ganze Jahr hindurch gegen grosse Verluste teilabgesichert, was zu einer deutlichen Reduktion des eingegangenen Risikos führte. Während dem Jahr stieg die Quote der Alternativen Anlagen. Dabei war der Schwerpunkt auf Infrastrukturanlagen und Anlagen in Private Equity. Ebenfalls erhöht wurde die Quote der eigenen Immobilien. Aufgrund diverser Neubauprojekte und der Aufwertung entwickelte sich der Bestand deutlich nach oben. Dadurch konnten die Risiken auf Ebene Gesamtvermögen nochmals deutlich gesenkt werden.

Die Previs hält per 31.12.2016 eine Beteiligung als Aktionärin bei der PKRück im Gegenwert von rund 22.2 Mio. CHF. Die Previs ist mit dem Geschäftsführer im Verwaltungsrat vertreten.

1.6.3.3 Darstellung gemäss Anlagestrategie Previs Rentner

Die Allokation per 31. Dezember 2016 wurde basierend auf den in der Wertschriftenbuchhaltung der UBS ausgewiesenen Kurswerten ermittelt. Diese Werte weichen in Folge zeitlicher Verschiebungen geringfügig von den im Jahresendreporting der UBS und in der Bilanz verwendeten Kurswerten ab.

Dem Wert per Ende 2016 steht die vom Stiftungsrat beschlossene Anlagestrategie (Normquote) gegenüber:

AnlagekategorieNormquoteAllokation
31.12.2016
Bandbreiten
Liquidität1.00%3.76%0−18%
Obligationen Inland23.00%17.59%15−30%
Obligationen Ausland31.00%23.50%20−35%
Wandelobligationen global0.00%1.20%0−2%
Aktien Schweiz2.00%3.27%0−5%
Aktien Ausland entwickelt
Aktien Emerging Markets
5.00%
0.00%
6.39%
1.36%
0−10%
Alternative Anlagen4.00%3.99%0−5%
Immobilien Schweiz32.00%36.13%25−45%
Immobilien Ausland2.00%2.80%0−4%

Die Liquiditätsquote war im Berichtsjahr deutlich über der strategischen Normquote, was einerseits mit dem schwierigen Zinsumfeld und andererseits mit den Neubauprojekten zu tun hatte. Angesichts des teilweisen Negativzinsumfeldes waren die Obligationenquoten untergewichtet. Es lohnte sich nicht, Fremdkapital zur Verfügung zu stellen, das nicht risikogerecht entschädigt wurde. Die Aktienquoten waren mehrheitlich übergewichtet. Zudem waren die Aktienmärkte Schweiz, Europa und USA das ganze Jahr hindurch gegen grosse Verluste teilabgesichert, was zu einer deutlichen Reduktion des eingegangenen Risikos führte. Während dem Jahr stieg die Quote der Alternativen Anlagen. Dabei war der Schwerpunkt auf Infrastrukturanlagen und Anlagen in Private Equity. Ebenfalls erhöht wurde die Quote der eigenen Immobilien. Aufgrund diverser Neubauprojekte und der Aufwertung entwickelte sich der Bestand deutlich nach oben. Dadurch konnten die Risiken auf Ebene Gesamtvermögen nochmals deutlich gesenkt werden.

1.6.4 Gesetzliche Begrenzungen nach BVV2

1.6.4.1 Art. 55 BVV2 bezogen auf das Gesamtvermögen

Gemäss Artikel 55 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV2) gelten für die einzelnen Anlagen Begrenzungen.

Die gemäss BVV2 als Immobilien deklarierten Vermögenswerte betragen per 31. Dezember 2016 34.10%. Die BVV2 Limite wird somit um 4.10% überschritten. Die Überschreitung der Begrenzung von 30% bei den Immobilien ist mit folgender Anmerkungen im Anlagereglement begründet und legitimiert:

Die Anlagerichtlinien führen dazu, dass die folgenden Anlagebegrenzungen gemäss BVV2 erweitert werden müssen:

  • Total Immobilien gemäss Normquoten Previs: 35%
  • Total Immobilien gemäss Maximalquoten Previs: 49%
  • Total Immobilien gemäss Maximalquoten BVV2: 30%, davon max. 10% Immobilien Ausland

Die Previs verfolgt eine Anlagestrategie, die im Rahmen der Risikofähigkeit (insbesondere unter Berücksichtigung der Struktur der Verpflichtungen das Ertragspotenzial der verschiedenen Anlagemärkte optimal nutzen will. Zur Reduktion der Volatilität des Gesamtvermögens hält die Previs einen grossen Anteil direkter Immobilien im Eigentum und eigener Verwaltung mit hauptsächlicher Ausrichtung auf Mietwohnungen. Die strategische Normquote dieser Anlagekategorie liegt bei 28%. Als Ergänzung und Diversifikation der auf Wohnungen ausgerichteten direkten Immobilien werden auch indirekte Immobilien im In- und Ausland, mit strategischen Normquoten von 4% resp. 3% gehalten. Bei Ausschöpfung der Normquoten, kann sich daher eine Immobilienquote von 35%, und bei Ausschöpfung aller Maximallimiten eine solche von 49% ergeben, was 5 Prozentpunkte resp. 19 Prozentpunkte über den Limiten gemäss BVV2 liegt. Mit dieser erhöhten Immobilienquote, namentlich den direkten Immobilien wird eine zusätzliche Verbesserung der Gesamtrisikosituation erreicht.

Die Quote Alternative Anlage nach BVV2 weicht von der effektiven Klassifizierung gemäss Anlagereglement ab, da für die Überwachung der Risiken eine ökonomische Betrachtungsweise im Vordergrund stehen soll. Die Einhaltung der Quote Alternative Anlagen nach BVV2 wird sichergestellt durch ein separates BVV2-Reporting unseres Global Custodian.

1.6.5 Laufende (offene) derivative Finanzinstrumente und Kapitalzusagen

1.6.5.1 Laufende (offene) derivative Finanzinstrumente

Exposure +
31.12.2016
CHF
Exposure −
31.12.2016
CHF
Marktwert
31.12.2016
CHF
Kontraktvolumen
31.12.2016
CHF
Optionen976’7380976’738424’875’600
Futures0000
Währungsinstrumente−3’823’604−3’823’604311’004’800
Strukturierte Produkte63’182’043063’182’04363’182’043
Gesamttotal64’158’781−3’823’60460’355’177799’062’443

Bei den dargestellten Optionen handelt es sich ausschliesslich um Absicherungsgeschäfte (Long Put Optionen). Bei den Währungsinstrumenten handelt es sich ebenfalls ausschliesslich um Absicherungsgeschäfte, wobei die eventuell zur Lieferung gelangenden Währungsbeträge in vollem Umfang vorhanden waren (keine Leerverkäufe). Die per 31. Dezember 2016 bestehenden Margenanforderungen sind bei unserem Global Custodian durch vorhandene interne Limiten gedeckt.

Unter den strukturierten Produkten befinden sich Barrier Reverse Convertibles, Trackerzertifikate, (teil)kapitalgeschützte Zertifikate sowie Zinsprodukte mit variablem Coupons.

1.6.5.2 Laufende (offene) Kapitalzusagen

Per Stichtag 31. Dezember 2016 sind folgende Kapitalzusagen offen:

EmittentKapitalzusage TotalKapitalzusage abgerufenKapitalzusage offenKapitalzusage offen in CHF
D&S Asia Green Property Fund IIHKD 130’000’000HKD 110’800’640HKD 19’199’3602’516’844
AFIAA Anlagestiftung Immobilien AuslandCHF 25’000’000CHF 22’300’000CHF 2’700’0002’700’000
BlackRock PE Programm VII$ 14’000’000$ 854’000$ 13’146’00013’360’937
SCM Infrastructure Select – Inst. 1€ 19’000’000€ 6’222’500€ 12’777’50013’697’480
Archmore (UBS) Infrastr. Debt, SICAV€ 13’000’000€ 5’817’977€ 7’182’0237’699’128
Swiss Capital Pro Disintermediation Fund $ 5’000’000$ 2’250’000$ 2’750’0002’794’963
Responsability Participations AGCHF 10’000’000CHF 2’000’000CHF 8’000’0008’000’000
Total50’769’352

1.6.6 Marktwert und Vertragspartner der Wertpapiere unter Securities Lending

Das Anlagereglement der Previs lässt grundsätzlich keine Ausleihe von Wertschriften zu. Es ist allerdings möglich, dass innerhalb von gezeichneten Anteilen an Fonds und Anlagestiftungen Securities Lending durch das Portfoliomanagement des Anbieters erfolgen kann.

1.6.7 Erläuterung des Nettoergebnisses aus der Vermögensanlage

1.6.7.1 Rendite

GesamtvermögenFinanzanlagenDirekte Immobilienanlagen
⌀ 10 Jahre2.89%2.02%5.11%
20167.45%4.64%14.96%
20150.79%–0.05%3.59%
20146.61%7.23%4.34%
20136.56%6.82%5.62%
20126.58%7.58%3.85%
2011−1.62%−3.29%3.19%
20102.56%2.09%3.82%
20098.36%10.26%3.77%
2008−9.32%−14.44%4.67%
20072.27%1.72%3.83%

Bis 2014 entspricht die Gesamtrendite der Gemeinschaftseinrichtung Previs Service Public. Ab 2015 entspricht sie dem konsolidierten Ergebnis aller Anlagestrategien (Gesamtvermögen). Aus dieser Zahl lässt sich die Rendite für die einzelnen Vorsorgewerke nicht ableiten. Für die Vorsorgewerke ist die Rendite der gewählten Anlagestrategie massgebend, sofern das Werk ganzjährig bei der Previs angeschlossen war.

1.6.7.2 Vermögensverwaltungskosten

Die nachfolgend aufgeführten Vermögensverwaltungskosten wurden wie in den Jahren zuvor intensiv bewirtschaftet. Dabei liegt der Fokus bei den Finanzanlagen und bei den Immobilienanlagen vor allem auf der Kostenoptimierung. Dies gelang vor allem durch den Abbau von Anlagefonds, durch die Reduktion von Handelscourtagen.

2016
CHF
2015
CHF
Total Expense Ratio Finanzanlagen−7’284’916−8’266’129
Explizite Kosten Finanzanlagen−575’481−653’724
Implizite Kosten Finanzanlagen−6’709’435−7’612’405
Transaktions- und Steuerkosten Finanzanlagen00
Handelskommissionen00
Steuern00
Zusatzkosten Finanzanlagen00
Total Kosten Vermögensverwaltung Finanzanlagen brutto−7’284’916−8’266’129
in % des Marktwerts der Finanzanlagen0.36%0.42%
abzüglich Rabattierungen525’398593’616
Total Kosten Vermögensverwaltung Finanzanlagen netto−6’579’518−7’672’513
in % des Marktwerts der Finanzanlagen0.34%0.39%
Total Expense Ratio direkte Immobilienanlagen−3’718’023−2’883’732
Interne Verwaltungskosten−3’683’925−2’972’465
Verwaltungskostenhonorare an Dritte−27’937−26’824
Einnahmen Verwaltungskostenhonorare HNK175’198177’817
Internes Portfoliomanagement−34’457−18’073
Schätzungen−146’902−44’187
Transaktionskosten Immobilienanlagen0−11
Nicht aktivierbare Transaktionskosten00
Spesen0−11
Total Kosten Vermögensverwaltung Immobilien−3’718’023−2’883’743
in % des Marktwerts der direkten Immobilienanlagen0.45%0.44%
Total Vermögensverwaltungskosten netto−10’477’541−10’556’257
Vermögensverwaltungskosten brutto in % des Gesamtanlagevermögens0.39%0.40%
Vermögensverwaltungskosten netto in % des Gesamtanlagevermögens0.37%0.38%

Die Previs hat mit verschiedenen Anlagestiftungen und Anbietern von Fonds Vereinbarungen über Rabattierungen abgeschlossen. Für das Jahr 2016 hat die Previs CHF 525‘398 (2015: CHF 593‘616) an Rabattierungen gutgeschrieben erhalten. Im Weiteren haben wir mit unserem Global Custodian ein sogenanntes Fund Master Agreement abgeschlossen. Dieses beinhaltet unter anderem die Segregierung sämtlicher von uns gehaltenen Anlagefonds. Mit dieser Vereinbarung kann ausgeschlossen werden, dass unser Global Custodian im Rahmen der Geschäftsbeziehung mit der Previs Zuwendungen in Form von Rabattierungen im Sinne des BGE 132 III 460 erhalten hat.

Die Previs hielt per 31. Dezember 2016 gemäss Ausweis der Vermögensverwaltungskosten der UBS keine intransparenten Kollektivanlagen. Entsprechend beträgt die Kostentransparenzquote 100%.

2016
CHF
2015
CHF
Total kostentransparente Anlagen2’829’891’1672’620’176’566
Total intransparente Kollektivanlagen
Gesamtanlagevermögen2’829’891’1672’620’176’566
Kostentransparenzquote100.00%100.00%

1.6.7.3 Ausübung Stimmrechte

Die Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV), besser bekannt als «Minder-Initiative», verpflichtet die Pensionskassen, ihre Stimmrechte als Aktionärin von Schweizer Unternehmen aktiv und im Sinne der Destinatäre wahrzunehmen. Das Stimmrechtsverhalten kann auf www.previs.ch/vermoegensanlagen eingesehen werden.

1.6.8 Erläuterungen der Anlagen beim Arbeitgeber und der Arbeitgeber-Beitragsreserve

1.6.8.1 Erläuterungen zu den Anlagen bei Arbeitgebern

Die Anlagen beim Arbeitgeber bestanden per 31. Dezember 2016 aus einem Darlehen über 6 Mio. CHF an die Stiftung Siloah (Verzinsung 2016: 1.75-2.20%) sowie aus einem Darlehen an die Burgergemeinde Wiedlisbach (Verzinsung 2016: 0.50-1.50%) über 2.5 Mio. CHF.

1.6.8.2 Erläuterungen zu den Arbeitgeber-Beitragsreserven

2016
CHF
2015
CHF
Stand Arbeitgeber-Beitragsreserven per 1.1.2’813’4811’893’633
Einlagen1’819’8721’795’805
Entnahme für Beitragsfinanzierung0−205’978
Entnahme für Besitzstandswahrung−609’970−513’263
Entnahme b. Austritten von Versicherungsbeständen0−179’919
Verzinsung266’26423’203
Stand Arbeitgeber-Beitragsreserven per 31.12.4’289’6482’813’481

Die Arbeitgeber-Beitragsreserve wurde mit einer Rendite des Gesamtvermögens im Jahr 2016 mit 7.45% (Vorjahr 0.79%) verzinst.

1.7 Erläuterung weiterer Positionen der Bilanz und der Betriebsrechnung

1.7.1 Aktive Rechnungsabgrenzungen

31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Aktive Rechnungsabgrenzung Vorsorge258’053217’643
Total aktive Rechnungsabgrenzung258’053217’643

1.7.2 Verwaltungsaufwand

Die Previs führt eine Verwaltungskostenrechnung nach den einzelnen Bereichen Vorsorge, Kunden & Kommunikation, Finanzanlagen und Immobilienanlagen. Die untereinander erbrachten Dienstleistungen werden intern verrechnet.

31.12.2016
CHF
31.12.2015
CHF
Verwaltungskosten brutto 1−5’362’832−4’875’949
Verwaltungsertrag Vorsorge89’54560’269
Verwaltungskosten abzüglich Verwaltungsertrag Vorsorge−5’273’287−4’815’680
An die Arbeitgeber verrechnete Verwaltungskosten4’197’8614’080’945
Verwaltungskosten netto−1’075’426−734’734

1 Entschädigungen an Versicherungsvermittler: Diese sind in den Verwaltungskosten enthalten. Die Entschädigungen erfolgen auf den Risikoprämien. Anschlüsse oder versicherte Personen, für welche aufgrund ihres Anschlusses Entschädigungen an Versicherungsvermittler fliessen, wenden sich bei Bedarf direkt an den zuständigen Versicherungsvermittler, um die Höhe der Entschädigung zu erfahren.

1.8 Auflagen der Aufsichtsbehörde

Die Genehmigung der Jahresrechnung 2015 durch die Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA) erfolgte am 13. Juli 2016. Es wurden keine Auflagen gemacht.

1.9 Weitere Informationen mit Bezug auf die finanzielle Lage

1.9.1 Unterdeckung / Erläuterung der getroffenen Massnahmen

Per 31.12.2016 haben sich auf Grund der guten Performance im Anlagejahr 2016 Unterdeckungen in einigen Vorsorgewerken verkleinert oder konnten überwunden werden. Trotzdem werden folgende Massnahmen im Rahmen von Strategiebeschlüssen vorgesehen:

  • Der technische Zins wird spätestens per 2020 auf 2.25% gesenkt.
  • Der Umwandlungssatz wird ab 2018 bis ins Jahr 2022 schrittweise von 6.0% auf 5.5% abgesenkt.

Für die noch von einer Unterdeckung betroffenen Vorsorgewerke erachtet der Experte gemäss aktuellem versicherungstechnischem Gutachten vorderhand keine zusätzlichen Sanierungsmassnahmen als notwendig.

1.9.2 Teilliquidation

Von den per 31.12.2016 gekündigten Anschlussverträgen trat in drei Fällen der Tatbestand der Teilliquidation ein. Diese Teilliquidationen konnten noch nicht abgeschlossen werden, eine Akonto-Zahlung der Deckungskapitalien an die neue Vorsorgeeinrichtung ist jedoch erfolgt. Der kollektive Anspruch auf Rückstellungen per Bilanzstichtag wurde noch nicht transferiert.

Sechs Kunden mit insgesamt 723 Versicherten und Rentner haben per 01. Januar 2017 den Wechsel aus einem Verbundvorsorgewerk in je ein neues eigenes Vorsorgewerk vollzogen (4 Kunden) oder werden Teil eines anderen bestehenden Vorsorgewerks (2 Kunden). Ein Anschluss mit 14 Versicherten und Rentner wechselte in das Vorsorgewerk Strategie 30. Diese Übertritte führten zu einer Teilliquidation. Eine Abgrenzung im Umfang der Kürzung der betroffenen Vorsorgekapitalien ist in der Jahresrechnung 2016 berücksichtigt.

1.9.3 Verpfändete Vermögenswerte

Für die Deckung von Devisentermingeschäften besitzt unsere Hausbank ein Pfandrecht an unserem Wertschriftenbestand in der Höhe von 30 Mio. CHF. Für börsengehandelte Derivate wurden zusätzlich in unseren Einanlegerfonds entsprechende Vermögenswerte verpfändet.

1.10 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Per 1.1.2017 wechselten verschiedene Anschlüsse mit insgesamt 737 aktiven Versicherten und Rentnern aus dem Vorsorgewerk Service Public in eigene Arbeitgebervorsorgewerke resp. die Rentner in das Vorsorgewerk Rentner.

Die Previs beabsichtigt im Laufe des Jahres 2017 mit der Comunitas Vorsorgestiftung rückwirkend auf den 1.1.2017 zu fusionieren. Der entsprechende Fusionsprozess ist eingeleitet und die gemäss Fusionsgesetz vorgesehene zeitgerechte Information der Destinatäre und deren Einsichtnahme in die entsprechenden Fusionsdokumente sind gewährleistet.

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